„Können uns sehr sicher fühlen!“

In Kooperation mit der der Donau-Universität Krems und der VHS Krems lud die WALDVIERTEL AKADEMIE am 18. April in das Audimax der Universität. Bundesminister Wolfgang Brandstetter und Diplomat Wolfgang Petritsch sprachen und diskutierten unter dem Titel “Unsere Welt verändert sich. Wie sicher ist Österreich?”.

Christian Hanus, Dekan der Fakultät für Bildung, Kunst und Architektur zeigte sich zu Beginn erfreut über das hochkarätige Podium: “Es ist auch unsere Aufgabe, Fragestellungen, die von gesellschaftlicher Bedeutung sind, zu diskutieren und zu erforschen. Ich nehme als Beispiel nur unser Department für Migration und Globalisierung, das sich intensiv mit den Flüchtlingsbewegungen auseinandersetzt.”

Bundesminister Wolfgang Brandstetter, selbst jahrelang im wissenschaftlichen Beirat der WALDVIERTEL AKADEMIE tätig, sorgte gleich zu Beginn für einen Lacher: “Wenn die Akademie bei mir anfragt, riskiert sie auch, dass ich komme.” Danach widmete sich der Justizminister aber ganz dem Thema und betonte, dass es einen Unterschied zwischen dem tatsächlichen und dem subjektiven Sicherheitsgefühl gibt. “Allein wegen der Justizanstalt Krems hier daneben, kann man sich sehr sicher fühlen”, so Brandstetter. Derzeit seien rund 9.000 Hälftlinge in Österreich untergebracht, der Höchststand aus dem Jahr 2007 wurde nie wieder erreicht. “Wenn man sich die Zeitungen so ansieht, hat man das Gefühl, wir müssen überquellen, aber so ist es nicht”, so Brandstetter weiter. Objektiv gesehen, sei die Lage und Sicherheit in Österreich beruhigend, wenngleich einige Faktoren wie Terrorismus nicht beeinflussbar wären. “Auch Österreich kann jederzeit von einem Anschlag betroffen sein. Es wäre blauäugig mit so etwas nicht zu rechnen, deshalb brauchen wir Instrumente, wie wir dagegen kämpfen können”, so der Minister. Brandstetter ging in weiterer Folge auf eine Nachfolgeregelung der Vorratsdatenspeicherung, Möglichkeiten zur Überwachung der Internettelefonie und eine stärkere Bekämpfung von Angriffen auf Beamten ein. “Vieles davon ist auch im aktuellen Regierungsprogramm niedergeschrieben. Wir können mit dem objektiven Sicherheitsempfinden zufrieden sein. Aber auch subjektive Lücken im Sicherheitsgefühl der Bevölkerung müssen Ernst genommen werden.”

Wolfgang Petritsch, ehemaliger Botschafter bei den Vereinten Nationen in Genf und bei der OECD in Paris zeigte in seinem Eingangsstatement drei wesentliche Faktoren für eine veränderte Welt auf. Die fundamentale Veränderung der Kommunikation (“Fakten versus Gefühl”), das Infragestellen von Demokratie aufgrund der Globalisierung und den Zusammenhang von Sicherheit und Freiheit. “Das sind die Hintergründe vor denen wir ‘Wie sicher fühlen wir uns’ diskutieren müssen”, so Petritsch und weiter: “Die Grenzen der Freiheit müssen ständig neu verhandelt werden in einer Welt, die sich so schnell verändert. Es muss auch eine Orientierung für Menschen geben, die sich in diesem scheinbaren Chaos nicht auskennen.” Dabei kritisierte der Diplomat auch die Politik: “Mir fehlt in Österreich der aufklärerische Impetus, dass man desöfteren auch unpopuläre Positionen einnimmt.”

In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum war natürlich auch das Thema Europa ein zentraler Punkt. “Große Fragen können nur in einem großen europäischen Kontext gelöst werden”, so Petritsch, “letztendlich hängen alle Fragestellungen mit der europäischen Ebene zusammen.” Auch Brandstetter pflichtete hier bei: “Vieles auf der Ebene der Europäischen Union ist dringend reformierbar. Aber ich glaube an dieses Europa als Friedensprojekt und es muss verteidigt werden.”

„Wir freuen uns immer wieder in Krems Gast sein zu dürfen“, so Christoph Mayer, Geschäftsführer der WALDVIERTEL AKADEMIE, „mit unseren Partnern gelingt es uns Jahr für Jahr eine sehr hochkarätige und spannende Veranstaltung durchzuführen.“

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Erni Mangold: „Fad ist mir nie!“

Was für ein Auftakt für das neu konzipierte Veranstaltungsformat der WALDVIERTEL AKADEMIE: Zu den ersten Waldviertler Vollmondgesprächen am 11. April waren fast 300 Personen gekommen, die den humorvollen Ausführungen der Schauspielerin Erni Mangold lauschten.

Der Mond strahlte hell am Himmel als sich der Waidhofner Stadtsaal füllte. Mit ihrem neuen Format, den Waldviertler Vollmondgesprächen, hat die WALDVIERTEL AKADEMIE erneut den Nerv der Zeit getroffen. Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum erzählen bei dieser Serie aus ihrem Leben, den Beginn machte Erni Mangold. Mangold, 1927 geboren, präsentierte sich auf der Bühne von ihrer besten Seite. Gemeinsam mit Doris Priesching, die das Buch „Lassen Sie mich in Ruhe“ zu Papier gebracht hat, entwickelte sich ein interessantes, informationsreiches Bühnengespräch, das auch für viele Lacher sorgte.

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Vorstandsmitglied Gerhard Proißl begrüßte die zahlreich gekommenen Gäste

„Wir sind sehr stolz auf dieses Buch“, so Priesching zur Tatsache, dass soeben die siebente Auflage erschienen ist – und das obwohl man zunächst lange keinen Verlag gefunden hätte. Mangold hatte dazu aber ihre eigene Ansicht: „Ich finde es merkwürdig, dass man stolz ist.“  Die Schauspielerin erzählte in weiterer Folge auch über ihre Liebe zum Waldviertel: „Ich habe nicht eine Sekunde gebraucht, um mich hier wohl zu finden – und die Ködn hob i gern.“ Auch auf ihren Gesundheitszustand und ihre Fitness angesprochen, hatte Mangold die richtige Antwort parat. „Die Gene sind das nicht. Ich mache zwei Mal in der Woche 1,5 Stunden Krafttraining. Ich gehe kaum zur Kosmetik, aber meine Muskeln liebe ich.“ Angesprochen auf ihre geistige Fitness meinte Erni Mangold: „Ich bin neugierig. Ich bin ein Mensch der nach vorne lebt und ich interessiere mich für alles.“

Derzeit steht Mangold noch bis Jahresende im Stück „Harold und Maude“ im Theater in der Josefstadt in Wien auf der Bühne – danach soll aber Schluss sein. „Am 12.12. mache ich die Tür zu und trete nie wieder im Theater auf“, so Mangold, die aber gleich relativierte: „Film und Fernsehen mach ich schon, das sind nur cirka 12 Stunden Arbeit am Tag und nur fünf bis sechs Tage, das stehe ich locker durch.“

DSC_0009Mangold beeindruckte das zahlreich gekommene Publikum mit ihrer Direkt- und Offenheit und ihren humorvollen Erzählungen, ihre Sexszenen in „Der letzte Tanz“ und „Der 101jährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ durften dabei nicht fehlen. Zu ihrem Job als Schauspielerin hat Mangold aber dennoch eine sehr kritische Ansicht: „Es hat sich sehr viel geändert, der Job ist nicht mehr anstrebenswert, es gibt viele, die auf der Straße stehen.“

Auch die Themen Gründonnerstag und Vollmond durften nicht fehlen. Angesprochen auf die Frage, ob Mangold in der Karwoche auch die gleichnamige Speise zu sich nehmen wird, antwortete sie: „Ich bin ja einer der bekanntesten Schauspielerinnen, weil ich stehe in jedem Duden.“  „Bei Vollmond werde ich aber nervös“, so Mangold, die zum Schluss auch feststellte: „Fad ist mir nie!“

DSC_0014Zum Abschluss nutzten die vielen Interessierten noch die Möglichkeit ein signiertes Buch und Fotos mit der Schauspielerin zu erhaschen. Christoph Mayer, Geschäftsführer der WALDVIERTEL AKADEMIE, der auch das Konzept der Vollmondgespräche entwickelte: „Wir haben mit dieser Schiene einen weiteren und neuen Höhepunkt im Veranstaltungsjahr geschaffen und freuen uns schon auf die zweite Ausgabe im Herbst.“

Ein großes Dankeschön geht auch an die Partner und Unterstützer dieses Abends: Donau-Universität Krems, Stadtgemeinde Waidhofen/Thaya, Waldviertler Sparkasse Bank AG und Lagerhaus Waidhofen/Thaya.

 

Kulturmanagement-Tag 2017

In den letzten Wochen ist es etwas ruhig auf unserem Blog geworden. Das liegt und lag daran, dass wir intensiv mit unserem Programm beschäftigt und gleichzeitig auch viel in ganz Niederösterreich und Wien unterwegs sind. Über eine dieser Veranstaltungen wollen wir kurz berichten.

Am 5. April veranstaltet das Institut für Kulturkonzepte bei der IG Architektur in der Gumpendorfer Straße in Wien seinen alljährlichen Kulturmanagement-Tag. „Finden, liken, teilen – Digitale Kommunikation im Kulturbetrieb“ lautete der Titel des eintägigen Seminars, das mit #kmtag natürlich auch gleich seinen eigenen Hashtag bekam.

Karin Wöhrer, diplomierte Kommunikationsberaterin, führte als erste Referentin in das Thema ein. „Bevor es los geht … Wieviel (online-)Marketing braucht Kultur?“ war der vielsagende Titel der sehr interessanten Ausführungen. Wöhrer gab zahlreiche Tipps, wie eine gute Online-Marketing-Strategie aussieht und wie diese auch umgesetzt werden kann. Dabei stand stets eine wichtige Frage im Mittelpunkt: Wie kann guter und relevanter Content geschaffen werden.

Längst kein Unbekannter mehr, ist Christian Henner-Fehr. Mit seinem Kulturmanagement-Blog ist er ein Vorreiter und wichtiger Impulsgeber für die gesamte Branche und weit darüber hinaus. „Die Zukunft ist jetzt. Was digitales Marketing schon jetzt alles kann“ war der Titel seines Referats, das sich unter anderem mit dem Status Quo von Social Media Marketing und den dazugehörigen Zukunftsaussichten beschäftigte.

Der Nachmittag wurde zunächst von Anne Aschenbrenner gestaltet. Die Bloggerin und Kulturjournalistin zeigte anhand von Best-Practice-Beispielen auf, über welche Eigenschaften ein erfolgreicher Blog verfügen kann und muss.

Zum Abschluss diskutierten Laura Böhler (Ticket Gretchen), Larissa Kopp und Rolf Wienkötter (KHM Stories) und Wolfgang Schreiner (NOUS) die Frage „Was können Kultur-Apps heutzutage und wie nutzen sie den UserInnen?“. Dabei wurde ein spannender Einblick in erfolgreiche Apps gegeben und auch interessante Hintergrundberichte – von den strategischen Herausforderungen bis zu den Kosten und Erfolgskontrolle – gegeben.

Mit dem #kmtag hat das Institut für Kulturkonzepte wieder einen äußerst kurzweiligen Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Branche gegeben. Digitale Kommunikation im Kulturbetrieb ist für alle Unternehmen und Institutionen unerlässlich, die Möglichkeiten sind enorm – auf jeden Fall eine große und spannende Herausforderung.

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„Wir stellen uns selbst das Haxl!“

Zu einer ganz besonderen Veranstaltung lud die WALDVIERTEL AKADEMIE in Kooperation mit der Raiffeisenbank Zwettl, dem Wirtschaftsforum Waldviertel, der Donau-Universität Krems und der Stadtgemeinde Zwettl am 20. März in den Raiffeisen-Saal. Unternehmer und Vizekanzler aD Hannes Androsch und Rechnungshofpräsident aD Josef Moser sprachen über ihr gemeinsames Buch “Einspruch! Der Zustand der Republik und wie sie noch zu retten ist”.

 Die Veranstalter hatten im Vorfeld viel zu tun, letztendlich konnten nicht alle Interessenten untergebracht werden, so groß war das Interesse. Rund 140 Personen war es dann vorbehalten, dem Abend beizuwohnen, darunter auch viel Prominenz: Vizebürgermeister Johannes Prinz, Birgit Trojan vom Wirtschaftsforum Waldviertel, Anne Blauensteiner, Heini Staudinger, Rotes Kreuz-Bezirkskommandant Josef Zimmermann und viele mehr waren gekommen, um den beiden honoren Persönlichkeiten zu lauschen und mit ihnen zu diskutieren.

DSC_0049Jurist Josef Moser, bis 2016 Präsident des österreichischen Rechnungshofes zeigte schon zu Beginn wichtige Themen auf, die zum Entstehen des Buches geführt haben. “Wir wollten wissen: Wie schaut unsere Zukunft aus? Bis 2048 werden die Kosten für Pensionen, Pflege und im Sozialbereich ansteigen. Dafür benötigen wir eine Wirtschaft, die diese Mehrausgaben erwirtschaftet, damit wir uns das leisten können. Wir sind spitze dabei, Einnahmen zu lukrieren, aber auch Weltmeister beim Geld ausgeben.” Bildung, Gesundheit, Pflege und Föderalismus waren Kernthemen von Mosers Aussagen, der aber auch klarstellte: “Die Zukunft schaut gut aus, wenn wir heute handeln!”

Hannes Androsch, früherer Vizekanzler unter Bruno Kreisky und heute erfolgreicher Unternehmer, stimmte seinem Vorredner zu: “Es gut uns gut, wir haben viel erreicht, darauf können wir von mir aus auch stolz sein. Aber es ist gefährlich, zu glauben, dass alles paletti ist.” Androsch sprach den Rückgang der Exporte und die Rekordarbeitslosigkeit an: “Anderswo, zum Beispiel in der Schweiz, in Tschechien, in der Slowakei – sehen wir genau das Gegenteil. Wir sind von der Überholspur auf die Kriechspur abgefallen und wenn wir so weitermachen, bleiben wir auf dem Pannenstreifen liegen.” “Wir haben das Buch geschrieben, um aufzurütteln”, so Androsch, der auch die Sozialpartnerschaft kritisierte: “Das ist viel mehr eine Sozialgegnerschaft oder eine Verhinderungspartnerschaft, beides ist nicht sehr förderlich.”

“Wir müssen jetzt etwas tun, damit das Geld effizient eingesetzt wird und das müssen wir gemeinsam tun”, so Moser über Budget und Schuldenbremse. Auch die Bürokratie und neue Regelungen ware nein brennendes Thema. “Wir stellen uns selbst das Haxl und setzen das mit lemminghafter Konsequenz fort”, so Androsch, “investitionsfreundlich ist dieses Klima nicht.” Auch die Bildungsreform bekam von beiden Herren ihr Fett weg, Androsch betonte: “Wir haben einen globalen Markt und die digitale Revolution. Darauf müssen wir unsere Kinder einstellen.”

An einem äußerst kurzweiligen Abend bekamen auch die Besucherinnen und Besucher mit den Podiumsgästen zu diskutieren, ehe der Abend bei einem Glas Wein seinen verdienten Ausklang fand. “Androsch und Moser übten zwar einerseits viel Kritik an der herrschenden Politik in Österreich, gaben aber andererseits viele machbar scheinende Handlungsempfehlungen”, so WALDVIERTEL AKADEMIE-Vorsitzender Ernst Wurz, der sich über einen gelungenen Abend freute.

Volles Haus für Reinhard Preißl!

Am Montag, 6. März 2017 lud die WALDVIERTEL AKADEMIE in Kooperation mit dem Kultur- und Verschönerungsverein Hirschbach in die Kleinkunstbühne der Gmünder Gemeinde zur Buchpräsentation “Unser Jakobsweg und die Heiligen am Wege”. Das Interesse an der Publikation von Reinhard Preißl war enorm, fast 100 Interessenten waren gekommen.

Preißl, ehemaliger Lehrer an der BHAK/BHAS Waidhofen/Thaya und in Seyfrieds beheimatet, erklärte: “Ich hatte über 40 Bildervorträge gehalten und immer kam die Frage nach einem Buch. Ich habe mich lange dagegen gewehrt, da es zum Jakobsweg ja unzählige gibt. Ich habe mich aber dann intensiver mit den Heiligen beschäftigt und nun sind es zwei Bücher geworden.” Den ersten Teil hatte Preißl bereits im Sommer 2016 bei der WALDVIERTEL AKADEMIE im Stadtmuseum Waidhofen/Thaya präsentiert, Ausgabe zwei stellte er nun in der Kleinkunstbühne Hirschbach vor. Begleitet wurde er von Heinrich Nowotny, der auf der Gitarre barocke Klänge zum Besten gab.

Neben allgemeinen Informationen und Legenden zum Jakobsweg (“Wie Jakobus nach Spanien kam”) sprach Preißl auch über den Aufschwung und Niedergang der Wallfahrt an sich. “Im 11. Jahrhundert begann die große Zeit der Wallfahrt, im 16. und 17. Jahrhundert war sie durch Reformation, Pest und Krieg am Tiefpunkt.” Mit Statistiken belegte Preißl seine Aussagen. Während 1978 nur 13 Pilger den Weg nach Santiago de Compostela bestritten, waren es 2016 stolze 278.041 Menschen.

Reinhard Preißl und seine Frau Maria starteten ihr Abenteuer im Jahr 2004 und nahmen sich vor in Etappen bis nach Santiago de Compostela zu gehen. “Wi“ schafften es im ersten Jahr bis nach Linz und hatten den Eindruck, schon sehr weit zu sein”, so Preißl schmunzelnd. Bis 2012, dem Jahr an dem das Ziel erreicht wurde, war das Ehepaar Preißl rund 120 Tage unterwegs. Der Autor berichtete nicht nur von Erlebnissen auf seinem Weg, sondern stellte auch einige der rund 100 Heiligen in dem Buch vor und sorgte so für einen spannenden und kurzweiligen Abend.

Das Buch selbst ist auch auf der neu gestalteten Website bestellbar.

“Es freut uns sehr, dass Reinhard Preißl auch seinen zweiten Band bei der WALDVIERTEL AKADEMIE präsentiert hat”, so Geschäftsführer Christoph Mayer, der sich innerhalb von nur wenigen Tagen zum zweiten Mal über einen randvollen Veranstaltungssaal freuen durfte, “das Interesse an unseren Abenden ist derzeit enorm, das zeigt, dass wir die Interessen der Bevölkerung punktgenau treffen.”

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Neu: Waldviertler Vollmondgespräche

Nach einer Idee von Geschäftsführer Christoph Mayer startet die WALDVIERTEL AKADEMIE im Jahr 2017 ein neues Veranstaltungsformat: Die Waldviertler Vollmondgespräche.

Faszination Vollmond. Ob in der Oper, der Lyrik, der Prosa oder im Film – der Mond ist aus den letzten 500 Jahren Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken. Um die Mondphasen selbst ranken sich viele Geschichten, Legenden und jede Menge Magie. Wenn der Mond in seiner vollen Größe und Pracht leuchtet, zieht und zog er die Menschen – egal ob positiv oder negativ – in seinen Bann. Die WALDVIERTEL AKADEMIE macht sich diese Faszination zueigen und kombiniert den Vollmond mit einer neuen Veranstaltungsreihe, in der bekannte Persönlichkeiten aus ihrem Leben und ihren Forschungen berichten.

Zum Auftakt der neuen Reihe ist am 11. April 2017 die bekannte Schauspielerin Erni Mangold zu Gast. In ihrem Buch „Lassen Sie mich in Ruhe“ erinnert sie sich: kompromisslos ehrlich, anekdotenreich und geradeheraus. Mangold erzählt humorvoll und lebendig von Begegnungen mit Regisseuren sowie Bühnen- und Filmpartnern wie Hans Moser, Curd Jürgens, Paula Wessely, Helmut Qualtinger, Peter Alexander und vielen anderen. Sie erklärt, warum sie es gewohnt ist, anzuecken, warum sie sich auf den lieben Gott allein nicht verlassen will und warum es wichtig ist, zu sagen, wenn einem etwas nicht passt – und wie man sich selbst im hohen Alter seine körperliche und geistige Fitness bewahren kann.

mangold_lassen-sie-mich_1d_hr.jpgErni Mangolds Erinnerungen zeugen von Lebensmut, Unbestechlichkeit und herzhafter Widersetzlichkeit einer außergewöhnlichen Frau und Künstlerin, die ihre Neugierde auf das Leben nie verloren hat. Über ihr Leben wird Sie am 11. April 2017, ab 19 Uhr im Stadtsaal Waidhofen/Thaya mit der Autorin und Journalistin Doris Priesching sprechen. Tickets für diesen Abend sind zum Preis von Euro 8,00 bei der WALDVIERTEL AKADEMIE erhältlich.

„Wir wollen mit diesem Format zwei Mal jährlich ganz neue Impulse in unserem Programm setzen“, so Christoph Mayer, „und freuen uns schon auf spannende und interessante Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum.“

Jänner: Norwegen & Hypo Alpe Adria

Mit vollem Schwung und neuem Elan startet die WALDVIERTEL AKADEMIE in das neue Jahr. Neben neuer Büroadresse, neuen E-Mail-Kontaktdaten und einer Adaptierung des Logos laden wir im Jänner auch zu zwei spannenden Abendveranstaltungen ein.15393008_10154671121427347_2598283702241056719_o

Am Mittwoch, 18. Jänner 2017, ab 19 Uhr ist unsere Organisation Partner bei „Norwegen – Eine musikalische Bilderreise“. Matthias Ledwinka, Grafiker,
Fotograf und Musiker und seine Frau Bettina, Musikerzieherin und Musiklehrerin, haben ein Programm der besonderen Art gestaltet. Ihre gemeinsame Affinität zu den skandinavischen Ländern wurde in eine Bilderreise verpackt, die neben Fotografien auch persönliche Anekdoten und vor allem viel Musik bietet. Ein Abend im Saal der Raiffeisenbank Waidhofen, den Sie auf jeden Fall nicht verpassen sollten. Karten gibt es direkt bei der Bank sowie an der Abendkassa.

Gemeinsam mit der BHAK/BHAS Waidhofen/Thaya gehen wir am Donnerstag, 26. Jänner 2017, ab 19 Uhr dem „Milliardengrab Hypo Alpe Adria“ nach. Wirtschaftsprofessor Josef Aff zeigt aff_josefdie Ereignisse rund um den Bankskandal sowie die damit verbundenen ökonomisch-politischen Aspekte auf und stellt auch Reformimpulse für das Bankenwesen und die Wirtschaft vor. Der Eintritt ist frei, wir freuen uns auf zahlreichen Besuch in der Aula der BHAK/BHAS Waidhofen/Thaya.

Neues Jahr, viele Veränderungen!

Das Jahr 2017 bringt auch für die WALDVIERTEL AKADEMIE einige Änderungen mit sich: Neues Büro, neue Kontaktadressen und ein adaptiertes Logo.

Bereits im Dezember 2016 wurde der Umzug vorbereitet, seit 1. Jänner dJ weilt die WALDVIERTEL AKADEMIE nun in ihren neuen Räumlichkeiten direkt am Waidhofner Hauptplatz Nummer 9. Das „alte Gericht“, auch „Gründerhaus“ der Waldviertler Sparkasse“, wird nun vom Gemeindeabfallverband und unserer Institution genutzt. Auch die E-Mail-Kontaktadressen haben sich geändert: Ab sofort sind wir unter office@waldviertelakademie.at oder christoph.mayer@waldviertelakademie.at erreichbar.

wavak-logo-2017-rgbIm Rahmen der Büroübersiedlung haben wir die Chance auch genutzt, unser Logo etwas zu adaptieren, um auch hier einen neuen, frischeren Gesamteindruck zu vermitteln.

Das Veranstaltungsjahr 2017 wird unter dem Titel „Die Welt von morgen. Europas Werte und unsere Zukunft“ stehen, Sie können sich schon jetzt auf viele spannende Vorträge und hochkarätige Expertinnen und Experten freuen. Details folgen!

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5 Jahre „Kultur trifft Wirtschaft“

Einer Idee von Vorstandsmitglied und frühere „Frau in der Wirtschaft“-Bezirksvorsitzende Pauline Gschwandtner folgend, startete die WALDVIERTEL AKADEMIE im Dezember 2011 mit einem Besuch bei der Firma „fab4minds“ in Vitis das Projekt „Kultur trifft Wirtschaft“. Durch Betriebsbesuche wollen sich die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder aus den vier Waldviertler Bezirken über aktuelle Trends, aber auch über Geschäftsidee, Strukturen und Strategien von Vorzeige-Betrieben in der Region informieren.

Motivierte Betriebe und Organisationen in der Region kennen zu lernen – dies war die Grundidee, die zur Konzeption der Reihe „Kultur trifft Wirtschaft“ führte. Jährlich vier bis sechs Betriebe sollen bei diesem Projekt auf dem Programm stehen, um sich direkt vor Ort ein Bild von deren Leistungen zu machen. „Leistungsfähige Betriebe schaffen Arbeitsplätze, Arbeitsplätze ermöglichen Wohnen und Leben in der Region, das wirksamste Mittel gegen Abwanderung,“ so der Vorsitzende Dr. Ernst Wurz.

Am 5. Dezember 2016 folgte die WALDVIERTEL AKADEMIE nun einer Einladung der Stark GmbH nach Irnfritz. Die beiden Geschäftsführer Gottfried und Reinhard Stark gaben nicht nur einen Überblick über die erfolgreiche Firmengeschichte, sondern führten die Vorstandsmitglieder auch über das 30.000 Quadratmeter große Areal. Seit dem Betriebsbeginn im Jahr 1997 hat sich die Firma zu einem großen Dienstleistungsbetrieb entwickelt, über 800 Container sind im Einsatz, um Abfälle und Wertstoffe zu sortieren und zu entsorgen. Mit dem Eisenfachmarkt, der PipiBox und einem Wärmeversorgungsunternehmen ist die Stark GmbH aber längst mehr als ein Entsorgungsbetrieb.

Die Vorstandsmitglieder der WALDVIERTEL AKADEMIE zeigten sich beeindruckt über das umfangreiche Tätigkeit und die erfolgreiche Firmengeschichte. „Viele von uns kennen dieses Areal ja noch von früher, als hier nichts mehr als Wiese war“, war auch Obmann Ernst Wurz erstaunt.

dsc_0009Im Anschluss an die Betriebspräsentation luden die beiden Geschäftsführer noch zu einem gemütlichen Ausklang bei einem kleinen Imbiss, bei dem die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Kultur besprochen wurde. „Diese beiden Sparten können sich gegenseitig motivieren und unterstützen, nicht nur durch Veranstaltungsreihen wie diese“, war Wurz zufrieden.

Für eine Überraschung sorgte Pauline Gschwandtner. Die Ideengeberin wartete zum Jubiläum mit einer selbst gebackenen Sachertorte samt „5 Jahre Kultur trifft Wirtschaft“-Schriftzug auf und betonte die Wichtigkeit der lokalen Wirtschaft als Arbeitgeber. „Die Stark GmbH war nun der 17. Betrieb in fünf Jahren, den die WALDVIERTEL AKADEMIE besuchte“, so Geschäftsführer Christoph Mayer, „dieser regelmäßige Austausch hat sich sehr bewährt. Wir sind Pauline Gschwandtner für diese Idee sehr dankbar und freuen uns schon auf weitere spannende Abende.“

NÖ Kulturpreis 2016 an Ernst Wurz

Im Festspielhaus St. Pölten wurden am Freitag, 4. November 2016 die diesjährigen Kulturpreise des Landes Niederösterreich vergeben. Und dabei stand auch der Vorsitzende der WALDVIERTEL AKADEMIE im Mittelpunkt: Ernst Wurz wurde mit dem Würdigungspreis in der Sonder-Kategorie „Überwindung von Barrieren im Kopf“ geehrt.

Im festlichen Rahmen und vor rund 1.200 BesucherInnen standen zunächst der Festredner André Heller und Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll im Mittelpunkt. Im Rahmen der Kulturpreisgala wolle man den Künstlerinnen und Künstlern „Danke sagen für das, was sie tun“ betonte Pröll: „Mögen diese Beispiele Schule machen, denn je kreativer das Land wird, desto zukunftsträchtiger ist dieses Land.“

In acht Kategorien wurden je drei Preisträger ausgezeichnet. Der mit Euro 11.000,00 dotierte Hauptpreis in der Sonderkategorie 2016 „Überwindung von Barrieren im Kopf“ ging dabei an den Vorsitzenden der WALDVIERTEL AKADEMIE Dr. Ernst Wurz. Seit 1984 Vorsitzender „ist es Wurz ein stetes Anliegen, Barrieren im Kopf abzubauen“ (Auszug aus dem Text der Preisträger-Broschüre) und weiter: „Das Ziel dieser Bildungs- und Wissensplattform: historische und tagespolitisch aktuelle Themen unter maßgeblicher Bürgerbeteiligung zu behandeln und den sonst Sprachlosen und vielen Ungefragtendsc_0045 der Gesellschaft die Chance zu geben, ihre Bedürfnisse zu artikulieren und ihre Vorstellungen und Ideen einzubringen. Es ist ein grenzenloses Engagement, im wahrsten Sinne des Wortes. Initiativen, die solche nachhaltigen Impulse auslösen, können nur bestehen, wenn es Menschen wie Ernst Wurz gibt.“

Bei der Kulturpreisgala anwesend waren auch einige Vorstandsmitglieder der WALDVIERTEL AKADEMIE, die – gemeinsam mit Geschäftsführer Christoph Mayer – gratulierten: „Es tut gut, wenn die Arbeit unseres Vorsitzenden und unserer Institution gewürdigt wird. Wir freuen uns sehr, dass Ernst Wurz heute geehrt wurde.“

Für Wurz, Jahrgang 1957 und im Zivilberuf Personalchef der Firma Pollmann, selbst geht das Jahr 2016 somit mit der bereits dritten Auszeichnung zu Ende. Zu Beginn des Jahres erhielt er das Kulturehrenzeichen der Stadtgemeinde Waidhofen, ehe er im Sommer auch das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich verliehen bekam. „Sein stetiges Engagement für die Region und die Menschen, die hier leben, wurde zurecht belohnt“, so Mayer abschließend.

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