Programm mit vielen Highlights!

Bereits zum 33. Mal gehen die Internationalen Sommergespräche der WALDVIERTEL AKADEMIE in diesem Jahr über die Bühne. Neben nationalen und internationalen Kooperationen und einem spannenden und abwechslungsreichen Programm stehen vor allem auch eine Reihe hochkarätiger Expertinnen und Experten im Mittelpunkt.

„Die Welt von morgen. Europas Werte und unsere Zukunft“ lautet der Titel der Sommergespräche, die von 31. August bis 3. September in Weitra, Gmünd, Pürbach und Pfaffenschlag über die Bühne gehen. Werte & Zukunftsangst, Toleranz und Integration, Populismus und Extremismus, Arbeit und Wirtschaft und vieles mehr sind die zentralen Ansatzpunkte des viertägigen Symposiums, das neben Vorträgen und Diskussionen auch Filme, Exkursionen und einen Kulturabend bietet.

Als neue Veranstaltungsorte können 2017 das kubator Technology & Startup Center in Gmünd sowie die W.E.B Windenergie AG in Pfaffenschlag präsentiert werden. „Wir sind sehr stolz auf unsere vielen Kooperationen und die breite Basis, die wir damit schaffen“, so Geschäftsführer Christoph Mayer. Unter anderem wird auch wieder mit der Donau-Universität Krems, der Andrassy Universität Budapest, erstmals auch mit der Karls-Universität Prag und vielen regionalen Partnern, wie dem Wald4tler Hoftheater, der Schreibwerkstatt Waldviertel und der Neuen Mittelschule Weitra zusammengearbeitet.

Die Besucherinnen und Besucher – erneut werden rund 1000 erwartet – können sich auf viele bekannte Persönlichkeiten freuen. Unter anderem werden die Schriftsteller Robert Menasse und Robert Schindel, die Demokratieforscherin Ulrike Guérot, die Migrationsexpertin Gudrun Biffl, der Politologe Anton Pelinka, der Journalist Friedrich Orter, der Kriminalpsychologe Thomas Müller, der Religionspädagoge Ednan Aslan und viele mehr sprechen. „Wir haben auch 2017 ein sehr spannendes Programm zusammengestellt und freuen uns schon auf intensive Diskussionen“, so Mayer weiter.

Das genaue Programm sowie weitere Informationen zu Kooperationen und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie ab sofort auf www.waldviertelakademie.at.

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In Krems wird Europa neu gedacht

Am 27. April wurde an der Donau-Universität Krems das Department für Europapolitik und Demokratieforschung, geleitet von der renommierten Wissenschafterin Ulrike Guérot, eröffnet. Geschäftsführer Christoph Mayer machte sich dabei ein erstes Bild der neuen Einrichtung.

„Europa ist ein zentraler Ankerpunkt unserer Universität“, so Rektor Friedrich Faulhammer bei seiner Eröffnungsrede, „deshalb war es ein logischer Schritt unsere Europakompetenz mit einem eigenen Department weiter auszubauen.“ „Ulrike Guérot brennt für die Entwicklung neuer Ideen für Europa, das werden sie noch sehen“, streute er der neuen Departmentleiterin Rosen.

Da Schriftsteller Robert Menasse, der zum Thema sprechen sollte, kurzfristig krankheitsbedingt ausfiel, fiel dem Münchner Soziologe Elmar Koenen die Ehre zuteil, die von Menasse zur Verfügung gestellte Rede vorzutragen. „Hier und jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen, der europapolitische Diskurs neu entfacht. Wir stehen vor einer historischen Stunde, as dritte und entscheidende Kapitel des europäischen Einigungsprozesses steht mit diesem Department bevor. Die Antwort auf das Europa der Nationalstaaten ist das Europa der Regionen unter einem gemeinsamen Dach der Europäischen Union. Vielleicht wird man bald sagen können: Hier in Krems wurde Europa neu gegründet.“

Die Politikwissenschafterin Guérot, die im September auch bei den 33. Internationalen Sommergesprächen der WALDVIERTEL AKADEMIE sprechen wird, selbst, bedankte sich beim Land Niederösterreich. „Es war die Entscheidung des Landes, dem Nachdenken und Forschen über Europa mehr Raum zu geben. Die Neugierde und der Wissensdurst haben mich zur Europaforschung in die Wachau gebracht. Europa muss umgebaut und renoviert werden, damit es wieder für die Menschen passt und sie sich nicht abwenden.“ Dafür seien bereits einige Projekte in Planung, so Guérot, die sich auf eine erfolgreiche Umsetzung freut.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte in ihren Ausführungen, dass sie nicht nur eine begeisterte Niederösterreicherin sei, sondern vor allem auch eine begeisterte Europäerin. „Es gibt viele Sorgen und Ängste. Aber der Föderalismus ist der beste Schutz, weil die Macht verteilt und nah am Menschen ist, das spricht für ein Europa der Regionen.“

Abgeschlossen wurde die offizielle Eröffnung mit dem Kunstprojekt Amikejo und einer Performance der Schöpferin Valeska Peschke, die mit ihrer Rauminstallation eines europäischen Vulkans im Audimax für Aufsehen sorgte.

„Waldviertler Original“ wurde 60!

Seit mittlerweile 33 Jahren steht er als Vorsitzender an der Spitze unserer Organisation, in der Vorwoche feierte Ernst Wurz seinen 60. Geburtstag. 

Anlässlich des Jubiläums stellte sich der Vorstand der WALDVIERTEL AKADEMIE letzte Woche mit einem Präsent bei seinem Obmann Ernst Wurz ein. Wurz, 1957 in Gmünd geboren, kann auf erfolgreiche sechs Jahrzehnte zurückblicken. Nach dem BRG in Krems absolvierte er das Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Wien, wo er 1982 promovierte. Nach Gerichtspraxis und Präsenzdienst heuerte das „Waldviertler Original“ bei der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien an, eher er 1998 auch beruflich zurück ins Waldviertel kehrte. Nach Stationen bei der Raiffeisenbank Oberes Waldviertel und der Waldviertler Sparkasse fand er 2001 als Personalmanager bei Pollmann Austria in Karlstein seine Berufung.

Schon während seiner Mittelschulzeit engagierte sich Wurz politisch, während des Studiums und danach war und ist er bei der Jungen ÖVP sowie bei der Volkspartei in Waldenstein, Gmünd und Hirschbach, wo er auch heute noch geschäftsführender Gemeinderat ist, tätig. 1984 gründete er gemeinsam mit Adi Kastner und Karl Trischler die WALDVIERTEL AKADEMIE. Noch heute erzählt Wurz gerne die Geschichte: „Ich habe damals in meinem jugendlichen Leichtsinn für ein Jahr als Obmann zugesagt“. An der erfolgreichen Entwicklung der Kultur- und Bildungsinitiative ist er auch nach 33 Jahren als Vorsitzender nach wie vor federführend beteiligt.

Im Rahmen einer Feierlichkeit in der Kleinkunstbühne Hirschbach bedankten sich die Vorstandsmitglieder der WALDVIERTEL AKADEMIE nun für sein jahrzehntelanges Engagement und seinen Kampf für Bildung, Kultur und die Region, welcher in den letzten Jahren auch mit zahlreichen Auszeichnungen und Preisen belohnt wurde. „Wir sind sehr froh, dass wir dich an der Spitze haben dürfen“, so Obmann-Stv. Pauline Gschwandtner, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen neben einer Collage auch das „Waldviertler Original“ in Waldviertler Granit als Geschenk übergab.

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Kulturmanagement-Tag 2017

In den letzten Wochen ist es etwas ruhig auf unserem Blog geworden. Das liegt und lag daran, dass wir intensiv mit unserem Programm beschäftigt und gleichzeitig auch viel in ganz Niederösterreich und Wien unterwegs sind. Über eine dieser Veranstaltungen wollen wir kurz berichten.

Am 5. April veranstaltet das Institut für Kulturkonzepte bei der IG Architektur in der Gumpendorfer Straße in Wien seinen alljährlichen Kulturmanagement-Tag. „Finden, liken, teilen – Digitale Kommunikation im Kulturbetrieb“ lautete der Titel des eintägigen Seminars, das mit #kmtag natürlich auch gleich seinen eigenen Hashtag bekam.

Karin Wöhrer, diplomierte Kommunikationsberaterin, führte als erste Referentin in das Thema ein. „Bevor es los geht … Wieviel (online-)Marketing braucht Kultur?“ war der vielsagende Titel der sehr interessanten Ausführungen. Wöhrer gab zahlreiche Tipps, wie eine gute Online-Marketing-Strategie aussieht und wie diese auch umgesetzt werden kann. Dabei stand stets eine wichtige Frage im Mittelpunkt: Wie kann guter und relevanter Content geschaffen werden.

Längst kein Unbekannter mehr, ist Christian Henner-Fehr. Mit seinem Kulturmanagement-Blog ist er ein Vorreiter und wichtiger Impulsgeber für die gesamte Branche und weit darüber hinaus. „Die Zukunft ist jetzt. Was digitales Marketing schon jetzt alles kann“ war der Titel seines Referats, das sich unter anderem mit dem Status Quo von Social Media Marketing und den dazugehörigen Zukunftsaussichten beschäftigte.

Der Nachmittag wurde zunächst von Anne Aschenbrenner gestaltet. Die Bloggerin und Kulturjournalistin zeigte anhand von Best-Practice-Beispielen auf, über welche Eigenschaften ein erfolgreicher Blog verfügen kann und muss.

Zum Abschluss diskutierten Laura Böhler (Ticket Gretchen), Larissa Kopp und Rolf Wienkötter (KHM Stories) und Wolfgang Schreiner (NOUS) die Frage „Was können Kultur-Apps heutzutage und wie nutzen sie den UserInnen?“. Dabei wurde ein spannender Einblick in erfolgreiche Apps gegeben und auch interessante Hintergrundberichte – von den strategischen Herausforderungen bis zu den Kosten und Erfolgskontrolle – gegeben.

Mit dem #kmtag hat das Institut für Kulturkonzepte wieder einen äußerst kurzweiligen Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Branche gegeben. Digitale Kommunikation im Kulturbetrieb ist für alle Unternehmen und Institutionen unerlässlich, die Möglichkeiten sind enorm – auf jeden Fall eine große und spannende Herausforderung.

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Neu: Waldviertler Vollmondgespräche

Nach einer Idee von Geschäftsführer Christoph Mayer startet die WALDVIERTEL AKADEMIE im Jahr 2017 ein neues Veranstaltungsformat: Die Waldviertler Vollmondgespräche.

Faszination Vollmond. Ob in der Oper, der Lyrik, der Prosa oder im Film – der Mond ist aus den letzten 500 Jahren Kulturgeschichte nicht mehr wegzudenken. Um die Mondphasen selbst ranken sich viele Geschichten, Legenden und jede Menge Magie. Wenn der Mond in seiner vollen Größe und Pracht leuchtet, zieht und zog er die Menschen – egal ob positiv oder negativ – in seinen Bann. Die WALDVIERTEL AKADEMIE macht sich diese Faszination zueigen und kombiniert den Vollmond mit einer neuen Veranstaltungsreihe, in der bekannte Persönlichkeiten aus ihrem Leben und ihren Forschungen berichten.

Zum Auftakt der neuen Reihe ist am 11. April 2017 die bekannte Schauspielerin Erni Mangold zu Gast. In ihrem Buch „Lassen Sie mich in Ruhe“ erinnert sie sich: kompromisslos ehrlich, anekdotenreich und geradeheraus. Mangold erzählt humorvoll und lebendig von Begegnungen mit Regisseuren sowie Bühnen- und Filmpartnern wie Hans Moser, Curd Jürgens, Paula Wessely, Helmut Qualtinger, Peter Alexander und vielen anderen. Sie erklärt, warum sie es gewohnt ist, anzuecken, warum sie sich auf den lieben Gott allein nicht verlassen will und warum es wichtig ist, zu sagen, wenn einem etwas nicht passt – und wie man sich selbst im hohen Alter seine körperliche und geistige Fitness bewahren kann.

mangold_lassen-sie-mich_1d_hr.jpgErni Mangolds Erinnerungen zeugen von Lebensmut, Unbestechlichkeit und herzhafter Widersetzlichkeit einer außergewöhnlichen Frau und Künstlerin, die ihre Neugierde auf das Leben nie verloren hat. Über ihr Leben wird Sie am 11. April 2017, ab 19 Uhr im Stadtsaal Waidhofen/Thaya mit der Autorin und Journalistin Doris Priesching sprechen. Tickets für diesen Abend sind zum Preis von Euro 8,00 bei der WALDVIERTEL AKADEMIE erhältlich.

„Wir wollen mit diesem Format zwei Mal jährlich ganz neue Impulse in unserem Programm setzen“, so Christoph Mayer, „und freuen uns schon auf spannende und interessante Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum.“

Fischer, Brandstetter, Androsch uvm.

„Die Welt von morgen. Europas Werte und unsere Zukunft“ lautet der Titel des Jahresschwerpunktes der WALDVIERTEL AKADEMIE im Jahr 2017. Nun wurde das Programm auf www.waldviertelakademie.at veröffentlicht.

Sieben Diskussion sowie die Internationalen Sommergespräche finden sich im Programm der Veranstaltungsreihe „Die Welt von morgen“ wieder. Neben schon bewährten Veranstaltungsorten wie der Donau-Universität Krems, den Raiffeisenbanken Zwettl und Waidhofen/Thaya, den Sparkassen Horn und Zwettl wird die WALDVIERTEL AKADEMIE auch an der Universität Wien und in der NÖ Landesbibliothek St. Pölten zu Gast sein. „Es freut uns, dass wir in die Landeshauptstadt zurückkehren“, so Geschäftsführer Christoph Mayer.

Aber auch die Reihe an prominenten Expertinnen und Experten ist 2017 erneut sehr lange: Unter anderem diskutiert Bundespräsident aD Heinz Fischer am 2. März in Wien, Hannes Androsch und Josef Moser stellen am 20. März in Zwettl ihr gemeinsames Buch vor, Bundesminister Wolfgang Brandstetter spricht am 18. April in Krems, die Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb ist am 9. Mai in Horn zu Gast. Die genauen Inhalte, alle Referentinnen und Referenten und die Termine finden Sie ab sofort auf www.waldviertelakademie.at.

Prominente Gäste in Raabs

Zum 6. Mal finden am 10. und 11. November 2016 die Österreichisch-Tschechischen Historikertage statt. Mit einer Reihe von Kooperationspartnern beider Länder ist es gelungen, ein ansprechendes Programm und viele prominente Gäste und Referenten für die Tagung zu gewinnen.

Den Eröffnungsvortrag im Lindenhof Raabs wird Oliver Rathkolb, einer der bekanntesten Historiker des Landes, halten. Er stellt seine Ausführungen unter den Titel „Zwischen Globalisierung, erodierendem Kalten Krieg und doppelter Transformation in Österreich und der Tschechoslowakei“. Schon zuvor werden auch die beiden Botschafter, Alexander Grubmayr und Jan Sechter, sprechen.

Sechs Themenblöcke säumen die Historikertage, die unter dem Titel „Vom 20. Jahrhundert ins neue Jahrtausend“ stehen. Historikerinnen und Historiker aus Tschechien, Österreich und Deutschland werden aktuelle Forschungsergebnisse präsentieren und intensiv diskutieren. Miroslav Kunštát, Jana Starek, Hildegard Schmoller, Niklas Perzi, Martin Franz, Ota Konrád, Walter Reichel und viele mehr haben sich als Referentinnen und Referenten angesagt.

Am Donnerstag, 10. November 2016, wird ab 19 Uhr in Kooperation mit der Stadtgemeinde Raabs auch zu einer öffentlichen Diskussion unter dem Titel „Der Faktor Vergangenheit im heutigen Österreichisch-Tschechischen Verhältnis: zwischen juristischem Dissens und politischem Konsens“ geladen. Der Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich, Jan Sechter und der Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien, Hans Winkler werden dabei zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beider Länder diskutieren.

Das genaue Programm finden Sie hier. Die Teilnahme an den Historikertagen ist kostenlos, um Anmeldung unter 02842/537 37 oder waldviertel.akademie@wvnet.at wird jedoch gebeten.

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(c) Karl Gruber, wikicommons

„Erfahrungen sind hoch einzuschätzen!“

Die Waldviertel Akademie lud in Kooperation mit der Andrássy Universität Budapest drei Studierende zu den 32. Internationalen Sommergesprächen unter dem Titel „Was braucht der Mensch?“ vom 1. bis 4. September 2016 nach Weitra ein.

Am Abend des 1. September wurden die 32. Internationalen Sommergespräche im Schloss Weitra eröffnet. Zuerst wurden alle TeilnehmerInnen und Vortragende der Waldviertel Akademie recht herzlich begrüßt, insbesondere durch den Bürgermeister der Stadtgemeinde Weitra, sowie den Vorsitzenden der Waldviertel Akademie.

Die Eröffnung wurde mit der Prämierung der SiegerInnen des Schülerfotowettbewerbs „Was braucht der Mensch?“ fortgesetzt. Nach der Eröffnung nutzte man die Gelegenheit, sich die wunderschönen Wettbewerbsfotos in Form einer kleinen Ausstellung im Schloss anzusehen.

Der Eröffnungsvortrag, auf den alle gespannt waren, wurde von Dr. Georg Fraberger gehalten, der unter anderem auch über sein Buch „Ohne Leib, mit Seele” gesprochen hat. Der Vortrag hat uns sehr inspiriert und auf viele Gedanken gebracht.

Der Abend wurde von der Band Geschwister4klang musikalisch eingerahmt, was eine sehr schöne Atmosphäre geschaffen hat. Anschließend wurden alle zum Eröffnungsempfang am Schloss eingeladen.

dsc_0200Am Freitag (02.09.2016) hatten wir ein sehr inhaltsreiches und spannendes Programm. Unseren Tag haben wir im Festsaal des Rathauses Weitra begonnen, wo die Vorträge von der Gründerin und Betreiberin der Vinzi-Einrichtungen für Obdachlose Cecily Corti, dem Philosophen Peter Kampits sowie dem Philosophen und Physiker Andrzej Kiepas gehalten wurden. Die Kuratorin der Internationalen Sommergespräche Eva Pfisterer eröffnete nach den Beiträgen eine lebhafte Diskussion, wobei die TeilnehmerInnen der Waldviertel Akademie ihre Fragen an die ReferentInnen stellen konnten. Nach einer Mittagspause mit feinen Leckerbissen setzten wir mit einer Exkursion ins Kunstmuseum Waldviertel fort. Die Führung wurde vom Ausstellungskurator des Kunstmuseums Bernhard Antoni-Bubestinger geleitet. Danach wurden in einem Saal des Kunstmuseums spannende Vorträge, Statements und Diskussionen zum Thema „Was braucht der Mensch?“ geführt. Am Abend fuhren wir nach Gmünd, wo wir eine Filmnacht erlebten. Der Film „Peace one day“ ist mit dem Thema der 32. Internationalen Sommergespräche gut verbunden: Dieser Film handelt von einem Mann, der versucht einen Tag Frieden und Waffenstillstand weltweit zu etablieren. Damit endete der zweite Tag der Internationalen Sommergespräche.

Am 3. September wohnten wir zwei weiteren Panels bei. Das erste Panel, welches den Themen Sicherheit und Ordnung gewidmet war, wurde von Justizminister Wolfgang Brandstetter sowie dem ehemaligen Botschafter Österreichs und heutigem Gastprofessor an den Universitäten in Wien, Harvard und Berkeley, Wolfgang Petritsch übernommen. Als Erster ergriff das Wort der Justizminister. Schwerpunkte seines Vortrags waren Gerechtigkeit, Sicherheitsgefühl der Bevölkerung sowie die Flüchtlingsproblematik. Der anschließende Vortrag von Wolfgang Petritsch behandelte sicherheitspolitische Themen wie Folgen der Globalisierung, Schwächung des Nationalstaates, Zeitalter der Unsicherheit und gleichzeitigem Streben nach Stabilität, Rechtsstaat und Menschenrechte.

Nach einer Diskussionsrunde und dem köstlichen Genuss von österreichischen Gerichten wurde die Konferenz fortgesetzt; nun wurde der Schwerpunkt (Aus-)Bildung in Betracht gezogen. Ist Bildung eine reine Wissensvermittlung oder doch etwas mehr? Wie kann die Schulbildung besser gestaltet werden? – Das waren die Leitfragen der Vorträge des Landesschulratspräsidenten Johann Heuras sowie der Psychologin Brigitte Rollett. Ob alle eine höhere Ausbildung brauchen oder reicht eine Berufsbildung? Wie kann man die Arbeitslosigkeit reduzieren? – Diesen Fragen widmeten sich in ihren Beiträgen der stellvertretende Abteilungsleiter der Wirtschaftskammer Österreich Alfred Freundlinger und der Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice NÖ Karl Fakler.

Der Tag endete mit einer literarischen Veranstaltung im Wald4tler Hoftheater Pürbach. Dies war ein schönes Erlebnis gewesen! In der Erzählung von Leo Tolstoi „Wie viel Erde braucht der Mensch?“, von Timna Brauer vorgetragen und von Elias Meiri musikalisch umrahmt, ist die Rede von einem Bauern, der immer mehr Land zur Verfügung haben wollte. Nach der Aufführung fragten sich die Zuhörer: Wie viel braucht der Mensch eigentlich, um glücklich zu sein?

dsc_0264Am letzten Tag, am 4. September, sind wir nach Oberwaltenreith gefahren, um dort am Waldlandhof drei weitere Vorträge, diesmal aus einer wirtschaftlichen Sichtweise, zu genießen. Trotz des wirtschaftlichen Schwerpunktes schufen die Beiträge die Möglichkeit, das Problem „Was braucht der Mensch?“ aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Im Anschluss wurde eine kurze Führung durch das Unternehmen Waldland gemacht, wo man sich einen Überblick über die Arbeitsweise des Unternehmens verschaffen konnte.

Die Erfahrungen, die wir während der 32. Internationalen Sommergespräche gesammelt haben, sind hoch einzuschätzen. Nicht nur im weiteren Studium, sondern auch im persönlichen Leben sind die Erkenntnisse gewinnbringend zu nutzen, wofür wir uns bei der Waldviertel Akademie und unserer Universität recht herzlich bedanken.

(Erfahrungsbericht: Ayan Huseynova, Sitora Karimova und Valentina Sysoeva)

Seit mittlerweile fünf Jahren lädt die WALDVIERTEL AKADEMIE Studierende aus Budapest ein, um an den Sommergesprächen teilzunehmen. Mit diesen Stipendien, die 2016 dankenswerterweise auch von der Landesakademie Niederösterreich übernommen wurden, sollen Erfahrungen ermöglicht, Kontakte geknüpft und am Netzwerk zukünftiger Entscheidungsträger gearbeitet werden. „Dieser Austausch ist auch für uns als Veranstalter sehr fruchtbar und wichtig“, so Christoph Mayer, „wir danken allen Beteiligten für die Kooperation und hoffen, auch in Zukunft viele StudentInnen aus dem In- und Ausland bei uns begrüßen zu können.“

Die Jury hat entschieden!

Nur wenige Tage vor Beginn der Sommergespräche wurde die aus dem Foto-Projekt mit dem BG/BRG Gmünd entstandene Ausstellung  im Rathaus Weitra der Jury präsentiert.

Gespannt warteten die Jurymitglieder am Montag auf die „Enthüllung“ der gesamt 13 Ausstellungstafeln. Im Rahmen der Projekttage des BG/BRG Gmünd begaben sich Eva Brandeis und Regina Schuh mit einer SchülerInnengruppe auf fotografische Spurensuche zum Thema „Was braucht der Mensch?“.

Entstanden sind eine Vielzahl an tollen Bildern, die gemeinsam wurden – von jedem/jeder SchülerIn sind zehn Fotografien zu sehen – und zu einer Ausstellung verarbeitet wurden. Erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wird diese im Rahmen der offiziellen Eröffnung der diesjährigen Sommergespräche am Donnerstag, 1. September, ab 19 Uhr auf Schloss Weitra.

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Die Jury – bestehend aus Landtagsabgeordneter Margit Göll, Vizebürgermeisterin Petra Zimmermann, Gymnasium-Direktor Günter Czetina, Asma-Geschäftsführer Thomas Brandeis sowie den WALDVIERTEL AKADEMIE-Vertretern Ernst Wurz und Christoph Mayer – hatte die schwierige Aufgabe, eine Reihung aus den vielen Fotografien vorzunehmen und die GewinnerInnen zu küren. Dass Geschmäcker sehr verschieden sind, zeigte sich auch, als die Jury-Mitglieder ihre persönlichen Favoriten festlegten. In einem knappen „Rennen“ wurden letztendlich aber doch die drei GewinnerInnen ausgewählt.

Wer das sein wird, wird bei der Eröffnung am Donnerstag öffentlich bekannt gegeben. Den drei „besten“ SchülerInnen werden dabei auch ihre Geldpreise, die dankenswerterweise von LAbg. Margit Göll gesponsert wurden, übergeben.

Unser großes Dankeschön gilt der Foto- & Computer-Schule von Eva Brandeis, dem BG/BRG Gmünd (Direktor Günter Czetina und Regina Schuh), allen Jury-Mitgliedern und allen teilnehmenden SchülerInnen für die tolle Arbeit!

Historikertage-Programm online!

Unter dem Titel „Vom 20. Jahrhundert ins neue Jahrtausend – Österreich und die Tschechoslowakei/Tschechien 1986-2016“ kehren die Österreichisch-Tschechischen Historikertage am 10. und 11. November 2016 nach Raabs zurück.

Sujet_HitageNach einer mehrjährigen „Schaffenspause“ wurde das erfolgreiche Format neu aufgestellt und um einige Kooperationspartner erweitert: Die bereits 6. Österreichisch-Tschechischen Historikertage werden 2016 von der WALDVIERTEL AKADEMIE in Zusammenarbeit mit der Ständigen Konferenz österreichischer und tschechischer Historiker zum gemeinsamen kulturellen Erbe, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung, der Karls-Universität Prag – Sozialwissenschaftliche Fakultät, dem Ludwig-Boltzmann-Institzt für Kriegsfolgen-Forschung und dem Institut für den Donauraum und Mitteleuropa veranstaltet.

Ziel ist es, die aufgrund der Aktualität noch wenig erforschten letzten drei Jahrzehnte in Österreich und Tschechien sowie die Beziehungen der beiden Länder zueinander in dieser Zeit zu bearbeiten.

Dazu konnte ein äußerst hochkarätiges Programm zusammengestellt werden, an dem unter anderem die beiden Botschafter Alexander Grubmayr und Jan Sechter oder auch der wohl bekannteste Historiker des Landes, Oliver Rathkolb, teilnehmen werden.

Die öffentliche Abendveranstaltung am Donnerstag, 10. November 2016, ab 19 Uhr im Lindenhof Raabs steht unter dem Titel „Der Faktor Vergangenheit im heutigen österreichisch-tschechischen Verhältnis: Zwischen juristischem Dissens und politischem Konsens“ stehen. Diskutieren werden der Botschafter der Tschechischen Republik in Österreich, Jan Sechter und Botschafter Hans Winkler, Direktor der Diplomatischen Akademie in Wien.

Nähere Informationen zu den Inhalten der diesjährigen Historikertage sowie das gesamte Programm finden Sie hier.