Sommergespräche-Programm online!

Die WALDVIERTEL AKADEMIE widmet das 35. Jahr ihres Bestehens einem Thema, welches sich aufgrund ihrer langjährigen Kontakte zum tschechischen Nachbarn durch fast die gesamte Geschichte der Organisation zieht: Grenzen. Bei den Sommergesprächen, die bereits zum 20. Mal in Weitra stattfinden, werden erneut zahlreiche bekannte Referentinnen und Referenten auftreten: Gerhard Haderer, Renée Schroeder, Bernd Marin, Gudrun Biffl, Martin Heintel, Peter Kampits, Johann Holdhaus, Sven Hergovich und viele mehr.  

Die Kultur- und Bildungsinitiative stellt 2019 den Grenzen-Begriff in den Mittelpunkt der Diskussion. „Was ist eigentlich eine Grenze? Und wie wird sie definiert?“, so Vorsitzender Ernst Wurz zu den grundsätzlichen Überlegungen. Das Wort Grenze sei ein fast grenzenloser Begriff, da verschiedene Arten und Formen von Grenzen existieren. „30 Jahre nach Fall des Eisernen Vorhangs widmen wir uns Grenzthemen in all ihrer Vielfältigkeit“, so Wurz weiter.

Karikaturist Gerhard Haderer hält das diesjährige Eröffnungsreferat.

Grenzen bilden die Ausgangslage für ein produktives Miteinander. Sie definieren Regeln und die persönliche Freiheit eines jeden einzelnen Menschen. Grenzen ermöglichen Orientierung, stiften Identität, bieten Schutz und Stabilität für die Gesellschaft. Sie dienen aber nicht nur dazu, sich voneinander abzugrenzen, sondern sie wecken auch die Neugierde auf die andere Seite jenseits der Trennlinie. „Es gibt kaum einen Bereich, der nicht von Grenzen berührt wird“, so WALDVIERTEL AKADEMIE-Geschäftsführer Christoph Mayer, „und das wollen wir bei den diesjährigen Sommergesprächen aufzeigen und natürlich auch zur aktiven Gestaltung und Veränderung von Grenzen anregen.“ Die Grenzen des Körpers, des einzelnen Menschen, der Gesellschaft, des Lebens, der Regionen und der Wirtschaft stehen in Weitra im Mittelpunkt.

Die Liste der diesjährigen Referentinnen und Referenten ist auch 2019 sehr hochkarätig besetzt: Karikaturist Gerhard Haderer, Molekularbiologin Renée Schroeder, Mediziner Christoph Gisinger, Regionalforscher Martin Heintel, Ökonomin Gudrun Biffl, AMS-Geschäftsführer Sven Hergovich, Soziologe Bernd Marin, Sportwissenschafter Johann Holdhaus und viele mehr werden sprechen. Die genauen Inhalte, das Programm und Informationen zu Tickets und Wochenend-Packages sind unter www.waldviertelakademie.at online.

Auch Molekularbiologin Renée Schroeder ist in Weitra dabei.

Wie auch in den letzten Jahren stehen bei den Sommergespräche verschiedene Veranstaltungsformate (Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Filme, Exkursionen uvm.) sowie intensive Kooperationen auf dem Programm. „Wir freuen uns sehr, dass wir in diesem Jahr mit den Sommergesprächen bereits in fünf Orten vertreten sind“, so Mayer, „dies ist nur durch die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Wirtschaft, Bildungsinstitutionen und vielen mehr möglich.“ 

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Crowdfunding für Thayatal.TV startet

Gemeinsam mit dem Centre for the Future aus Zlabings/Slavonice und Christian Pfabigan Videoproduktion startete die WALDVIERTEL AKADEMIE im Jänner 2018 das grenzüberschreitende Online Video-Magazin „Thayatal.TV“. Mittels Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Startnext (www.startnext.com/thayatal-tv) soll das Projekt jetzt fortgesetzt werden.

„Wir haben in den letzten zwölf Monaten tolles Feedback bekommen und wurden immer wieder darauf angesprochen, dieses Projekt unbedingt fortzusetzen“, so WALDVIERTEL AKADEMIE-Geschäftsführer Christoph Mayer erfreut, „und auch uns ist dies ein großes Anliegen im Rahmen unserer grenzüberschreitenden Kompetenz.“ Zwölf Folgen sind im Jahr 2018 erschienen, über 11.000 Klicks, mehr als 100 YouTube-Follower und fast 400 Facebook-Fans hat die Marke „Thayatal.TV“ innerhalb kürzester Zeit generiert. 130 Personen kamen zu Wort, die Themenvielfalt war dabei bewusst sehr breit: Land- und Forstwirtschaft, Wirtschaft, Kultur, Natur, Gemeinden, Energie, Geschichte, Gesundheit und Tourismus. „Gesamt wurden unsere Videos fast 32Tage gestreamt, das zeigt natürlich auch den Stellenwert“, so Mayer weiter.

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Das Projekt wurde aus europäischen Mitteln finanziert, eine Fortsetzung ist – trotz positiven Rückmeldungen – in dieser Förderschiene jedoch nicht möglich. „Wir arbeiten derzeit intensiv daran, das Projekt auch 2019 fortführen zu können“, so Mayer, „dazu brauchen wir aber auch die Unterstützung unserer Fans und der Bevölkerung.“ Deshalb startet die WALDVIERTEL AKADEMIE am 16. Jänner 2019 erstmals eine Crowdfunding-Aktion für dieses Projekt. Euro 7.500 sollen damit generiert werden, mit weiteren Sponsoren und Förderungen kann „Thayatal.TV“ dann wieder zwölf Ausgaben ausstrahlen. Für die Unterstützungsleistungen hat sich das Projektteam eine breite Dankeschön-Palette ausgedacht: Von Namenserwähnungen und Goodie-Bags über den Blick hinter die Kulissen und die Wall of Fame bis hin zur Übernahme von Moderationen und der Erstellung von Veranstaltungsbeiträgen und Image-Videos ist alles dabei. „Wir wollen damit das breite Spektrum unserer möglichen Unterstützer abdecken, hier soll für jeden etwas dabei sein“, so Mayer weiter, „im Mittelpunkt steht natürlich der gemeinsame Glaube an das Projekt.“

dsc_0351Die Zielsetzung von Thayatal.TV bleibt dabei unverändert. „Wir wollen unaufgeregten Journalismus machen und Information bieten, über wichtige Themen der Region berichten und den Blick über die Grenze wagen“, so Mayer, „das macht dieses Format ja auch so beliebt.“ Das sehen auch Wirtschaft und Politik so. „Regionale Fernsehsender wie Thayatal.TV sind deshalb so wichtig, weil man direkt aus der Region die neuesten News bekommt und das kuratiert, recherchiert und dementsprechend qualitätsvoll“, so Wirtschaftsforum Waldviertel-Obmann Christof Kastner. Und auch Bürgermeister Robert Altschach meint: „Ich habe die Ausgaben gespannt verfolgt. Es ist vor allem auch total interessant, was in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in Slavonice, stattfindet.“

Ab 16. Jänner haben Interessierte die Möglichkeit sich auf www.startnext.com/thayatal-tv über das Projekt zu informieren und ihre Unterstützung abzugeben. „Es sind unsere ersten Crowdfunding-Schritte, aber gerade bei Thayatal.TV passt diese Form des gemeinsamen Zieles sehr gut“, so Mayer abschließend.

Was ist eigentlich Crowdfunding?
Bei Crowdfunding wird ein Projekt, ein Produkt oder ein Start-Up finanziell von einer Vielzahl an Menschen (der „Crowd“) über das Internetz unterstütz und damit erst möglich gemacht. Dabei gibt es im Vorfeld eine definierte Mindestsumme, die in einem vorher festgelegten Zeitraum erreicht werden muss, damit das Projekt realisiert wird, sonst wird das Geld der Crowd wieder zurück bezahlt. Wir haben uns für ein klassisches Crowdfunding („Reward-Based Crowdfunding“) entschieden. Bei diesem Modell erhalten die Unterstützer des Projektes eine nicht-finanziell Gegenleistung, also ein kleines Dankeschön, nachdem da Projekt erfolgreich finanziert worden ist.

Gemeinsam etwas Schaffen. Werde ein Teil von Thayatal.TV.

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Schwerpunkt 2019: Grenzen

Nach „Woran glauben wir noch? Unsere Sehnsucht nach Wahrheit, Vertrauen und Sicherheit“ (2018), „Die Welt von morgen. Europas Werte und unsere Zukunft“ (2017) und „Was braucht der Mensch? Unser Leben zwischen Hoffnung und Chancen“ (2016)“ verschreibt sich die WALDVIERTEL AKADEMIE auch im nächsten Jahr einem wichtigen grundsätzlichen Thema. Unter dem Titel „Grenzen. Erkennen. Verbinden. Überwinden“ wird erneut eine Vielzahl an Veranstaltungen stattfinden.

Der Begriff der Grenze ist in unserem täglichen Leben allgegenwärtig. Aber was ist eigentlich eine Grenze? Und wie wird sie definiert?

Grenze – ein Wort, unzählige Definitionen, ein fast grenzenloser Begriff. Abstammend aus dem Altslawischen bezeichnet es eine Trennlinie, eine Trennfläche oder den Rand eines Raumes. Jedoch existieren verschiedene Arten und Formen von Grenzen. 30 Jahre nach dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ widmet sich die WALDVIERTEL AKADEMIE spannenden Grenz-Themen in all ihrer Vielfältigkeit.

asphalt-beratung-chucks-1477538.jpgGrenzen definieren ein Gebiet, und sie grenzen dieses von einem anderen ab. Grenzen haben aber nicht nur die Funktion, etwas zu trennen, sondern sie sind eine wichtige Verbindung zwischen innen und außen. Räumlich gesehen verlaufen Grenzen auch nicht nur am Rande, sondern sie existieren kreuz und quer auch innerhalb eines Landes und eines Kontinents.

Grenzen haben auch ihre Notwendigkeit. Sie bilden für unser Leben die Ausgangslage für ein produktives Miteinander. Sie definieren die Regeln und die persönliche Freiheit eines jeden einzelnen Menschen. Grenzen ermöglichen Orientierung, stiften Identität, bieten Schutz und Stabilität für die Gesellschaft. Sie dienen nicht nur dazu, sich voneinander abzugrenzen, sondern sie wecken auch die Neugierde auf die andere Seite jenseits der Trennlinie. Das Überwinden von Grenzen kann zu Fortschritt und Neuerungen, aber auch zu Gewalt und Missbrauch führen.

Es gibt kaum einen Bereich, der nicht von Grenzen berührt wird. Es gibt geografische und kulturelle Grenzen, soziale, sprachliche und ethnische, körperliche und mentale, medizinische, persönliche und gemeinsame, sichtbare und unsichtbare. An der Grenzlinie selbst können wir die Unterschiede erleben. Die letzte Grenze des Menschseins ist die Schwelle vom Leben zum Tod.

graustufen-gruppe-hande-1266005.jpgAber Grenzen sind nicht starr. Sie können verschoben werden, unterliegen der jeweiligen Zeit und Gesellschaft. Grenzen können aktiv gestaltet und verändert werden. Deshalb widmet sich die WALDVIERTEL AKADEMIE im Jahr 2019 diesem Begriff, der unser gesamtes Leben beeinflusst, in vielfältiger Weise. Wirtschaft, Bildung, Finanzen und Nachhaltigkeit, Europa und Migration, Tabus und Gesellschaft stehen dabei ebenso auf dem Programm wie die Grenzen des Menschen selbst.

Wir wollen mit diesen „Grenzziehungen“ einerseits aufrütteln und anregen, sich mit den persönlichen Grenzen auseinanderzusetzen und andererseits zu Grenzüberschreitungen aufrufen. Die WALDVIERTEL AKADEMIE wird zu diesem Thema erneut eine Vielzahl an Veranstaltungen im Waldviertel, Krems, St. Pölten und Wien durchführen, nähere Informationen dazu finden Sie Ende Jänner auf unserer Homepage. Auf jeden Fall schon jetzt vormerken: Die Internationalen Sommergespräche finden von 29. August bis 1. September 2019 statt.

Ehrenzeichen für Pauline Gschwandtner

Große Freude im Team der WALDVIERTEL AKADEMIE. Vorsitzende-Stellvertreterin Pauline Gschwandtner wurde am 11. Dezember 2018 in St. Pölten von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich verliehen.

DSC02025Als wacher Geist und verdienstvolle Waldviertlerin wurde Pauline Gschwandtner aus Groß Burgstall auf Anregung des Vorsitzenden Ernst Wurz 2006 als Schriftführerin in den Vorstand der WALDVIERTEL AKADEMIE gewählt. Seit Beginn weg ist sie stets auf der Suche nach neuen Kooperationsmöglichkeiten und als glühende Waldviertel-Botschafterin unterwegs. 2009 wurde sie auch zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, jene Funktion, die sie bis heute inne hat.

2011 hat Gschwandtner auch das Projekt „Kultur trifft Wirtschaft“ ins Leben gerufen. Durch Besuche bei Unternehmen und Leitbetrieben im Waldviertel wird der Austausch zwischen Kultur und Wirtschaft gefördert, gleichzeitig aber auch über aktuelle Trends, Geschäftsideen und Entwicklungen informiert. Die Zusammenarbeit mit Wirtschaftsbetrieben ist ein wichtiges Anliegen von Gschwandtner, bis 2015 war sie auch – 25 Jahre lang – Vorsitzende von „Frau in der Wirtschaft“ Horn. Den damaligen Dankesworten von Werner Groiß kann sich die WALDVIERTEL AKADEMIE nur anschließen: „Sie ist eine Frau der Tat, nicht der großen Worte.“ Seit einigen Jahren ist Gschwandtner auch Vorsitzende des Hilfswerks in Horn. „Wir gratulieren Pauline zu dieser mehr als verdienten Auszeichnung und freuen uns, mit ihr auch weiterhin als wertvollen Puzzlestein im Team unserer Organisation zusammenzuarbeiten“, so Geschäftsführer Christoph Mayer.

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Sommergespräche-Programm online

Bereits zum 34. Mal gehen die Internationalen Sommergespräche der WALDVIERTEL AKADEMIE in diesem Jahr über die Bühne. Von 30. August bis 2. September 2018 steht dabei das Thema „Woran glauben wir noch? Unsere Sehnsucht nach Wahrheit, Vertrauen und Sicherheit“ im Mittelpunkt.

Erneut konnten für die Sommergespräche hochkarätige Referentinnen und Referenten gewonnen werden. Den Eröffnungsvortrag auf Schloss Weitra wird der renommierte Mediziner und Theologe Johannes Huber, der das Publikum schon 2011 begeistert hat, halten.

Aber auch an den Folgetagen bietet das Programm viele Höhepunkte. Freitagvormittag diskutieren Philosoph Peter Kampits, Moraltheologe Matthias Beck und Mathematiker Rudolf Taschner im Rathaus Weitra. Der Nachmittag ist dem Thema Wirtschaft gewidmet. Gastgeber wird die Firma Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H. in Gmünd sein. Als Diskutanten zum Thema „Warum Vertrauen wichtig ist. Was die Wirtschaft für unsere Sicherheit tun kann“ wurden WIFO-Chef Christoph Badelt sowie die Unternehmer Christof Kastner, Stefan Graf und Rainer Neuwirth fixiert.

Der Freitagabend steht traditionell im Zeichen des Films. Gemeinsam mit dem Filmforum Gmünd wird in den Waldviertler Kinos Gmünd „Zeit für Utopien“ gezeigt. Regisseur Kurt Langbein wird an diesem Abend auch anwesend sein und im Anschluss über seinen Film sprechen.

Am Samstag, 1. September, ist wieder das Rathaus Weitra Mittelpunkt der Diskussionen. Der ehemalige Präsident des Österreichischen Nationalrates Andreas Khol, Pensionistenverband-Präsident Peter Kostelka und die Politologin Karin Praprotnik diskutieren vormittags zu „Die Sehnsucht nach Veränderung. Droht das Ende der Demokratie?“. Am Nachmittag sprechen Migrationsforscherin Gudrun Biffl, Sozialwissenschafter Bernd Marin und die Journalistin Anneliese Rohrer über „Sensationen und Zeitungsenten. Medien und Wissenschaft in Zeiten von Fake News und Alternative Facts.“

Erstmalig wird auch Waidhofen/Thaya Bestandteil der Sommergespräche sein. Im Theater an der Mauer wird am Samstagabend eine Weltpremiere über die Bühne gehen. Die beiden Journalisten Martin Haidinger und Reinhard Linke präsentieren ihren – eigens für die Sommergespräche ausgearbeiteten – humorvoll-literarischen Abend „Zeitungsente und Grubenhund“. Musikalisch unterstützt werden sie dabei von der jungen Musikerin Marlene Zimmerl.

Den Abschluss der diesjährigen Sommergespräche bildet das Sicherheitsmatinee in der Kaserne Weitra. Neben der Besichtigung des Führungssimulators steht dabei die Diskussion „Wem können wir noch vertrauen? Wie unsere (Daten-)Sicherheit garantiert wird“ auf dem Programm. Konstantin Lütgendorf, TÜPL-Kommandant, Datenschützer Hans G. Zeger und weitere werden zum Thema sprechen.

Das genaue Programm und weitere Informationen finden Sie auf www.waldviertelakademie.at

Kultur trifft Wirtschaft bei Appel GmbH

Einer Idee von Vorstandsmitglied und frühere „Frau in der Wirtschaft“-Bezirksvorsitzende Pauline Gschwandtner folgend, startete die WALDVIERTEL AKADEMIE im Dezember 2011 mit einem Besuch bei der Firma „fab4minds“ in Vitis das Projekt „Kultur trifft Wirtschaft“. Durch Betriebsbesuche wollen sich die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder aus den vier Waldviertler Bezirken über aktuelle Trends, aber auch über Geschäftsidee, Strukturen und Strategien von Vorzeige-Betrieben in der Region informieren.

Motivierte Betriebe und Organisationen in der Region kennen zu lernen – dies war die Grundidee, die zur Konzeption der Reihe „Kultur trifft Wirtschaft“ führte. Jährlich bis zu vier Betriebe sollen bei diesem Projekt auf dem Programm stehen, um sich direkt vor Ort ein Bild von deren Leistungen zu machen. „Leistungsfähige Betriebe schaffen Arbeitsplätze, Arbeitsplätze ermöglichen Wohnen und Leben in der Region, das wirksamste Mittel gegen Abwanderung,“ so der Vorsitzende Dr. Ernst Wurz.

Am 21. März folgte die WALDVIERTEL AKADEMIE einer Einladung zur Appel GmbH und kehrte so auch nach Vitis, dem Ausgangspunkt des Projektes, zurück. Geschäftsführer Helmut Hörmann führte die Vorstandsmitglieder durch das Unternehmen und sparte dabei auch nicht mit interessanten Fakten und Hintergrundinformationen. Vor mittlerweile 70 Jahren von Titus Appel in Wien gegründet, 1976 wurde die Filiale in Vitis eröffnet, mittlerweile verfügt der Installateur-, Fliesenleger-, Hafner- und Elektrobetrieb über fast 180 Arbeitnehmer und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 20 Millionen Euro. „Der direkte Kontakt zu den Kunden ist sehr wich

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tig und gefällt uns auch“, so Hörmann, dessen Mitarbeiter in ganz Österreich im Einsatz sind. Zwei Filialen sind auch nach wie vor in Wien geöffnet. „Letztendlich sind das unsere Wurzeln, auf die wir stolz sind“, so Hörmann.

Der Leitspruch „Appel – alles aus einer Hand“ wird dabei gelebt. Seit einigen Jahren ist auch eine visuelle 3D-Planung möglich, ein Geschäftsfeld der Zukunft. „90 % unserer Kunden nutzen das bereits, das wird sehr gut angenommen“,

 so Hörmann, der auch anmerkte: „Wir sind ständig auf der Suche nach neuen Mitarbeitern und Lehrlingen, erzählen Sie das weiter!“

„Ein attraktiver Arbeitgeber weit über das Waldviertel hinaus, der auch seit Jahren Lehrlinge ausbildet und so einen wertvollen Beitrag zur Fachkräfteausbildung im Waldviertel leistet“, war auch Vorsitzender Ernst Wurz vom Besuch begeistert.

Unser Lebens(T)raum Waldviertel

2018 ist ein sehr spannendes Jahr für die WALDVIERTEL AKADEMIE. Neben dem Jahresschwerpunkt „Woran glauben wir noch?“ und dem Internet-TV-Magazin „Thayatal.TV“ steht ein weiteres Projekt im Mittelpunkt: Lebens(T)raum Waldviertel.

Im Rahmen des Viertelfestival Waldviertel wurde das von Christoph Mayer konzipierte Projekt zur Umsetzung ausgewählt. Mit drei ganz konkreten Schwerpunkten – Kunst & Kultur, Arbeit & Wirtschaft sowie Genuss & Tourismus – soll die Vielfältigkeit des Waldviertels, der Lebensraum und Lebenstraum dieser Region dargestellt werden.

Dies geschieht in ganz besonderer Form. Aus rund 100 beleuchteten LED-Würfeln wird eine große Ausstellung konzipiert, die durch das Waldviertel wandert. Bei den jeweiligen Vernissagen werden auch bekannte Persönlichkeiten zu einem Expertengespräch über das Schwerpunkt-Thema eingeladen. So sind unter anderem Landeshauptmann aD Erwin Pröll, Thomas Samhaber, Christof Kastner, Thomas Sautner und viele andere zu Gast. „Die Umsetzung ist auch für uns eine große Herausforderung“, so Geschäftsführer Mayer, „am Ende werden wir aber fast 200 Ausstellungsobjekte aus den verschiedenen Disziplinen und mit ganz unterschiedlichen Herangehensweisen in der Gestaltung der Würfel zeigen können.“

Den Projektabschluss bildet am 31. Juli 2018 ein großes Kulturfest im Hof des Gründerhauses in Waidhofen/Thaya. Die genauen Termine und Inhalte finden Sie auch auf unserer Homepage. Interessierte Künstlerinnen und Künstler, Betriebe und Genussbotschafter können sich gerne unter office@waldviertelakademie.at melden.

Kinderrechte im Fokus

In einzigartiger und erstmaliger Kooperation von Amnesty International, WALDVIERTEL AKADEMIE und Kulturbrücke Fratres werden im Waldviertel Workshops für Schulen und Kindergärten zur Sensibilisierung des Themas Menschenrechte angeboten.

„Wir sind sehr stolz, hier Partner zu sein“, so Geschäftsführer Christoph Mayer, der sich schon sehr auf die Workshops im Mai freut: „Wir sind sehr gespannt, wie dieses Projekt abläuft und welche Ergebnisse entstehen.“ Im Vorjahr wurden ersten Kontakte mit den Projektpartnern geknüpft, schnell entwickelte sich ein Plan, der am Ende des Schuljahres 2017/18 umgesetzt wird.

In den zweistündigen Workshops, die für Schulen und Kindergärten angeboten werden, wird unter anderem folgenden Fragestellungen nachgegangen: Warum gibt es Kinderrechte? Und welche Rechte sind das? Was passiert, wenn diese Rechte nicht eingehalten werden? Mit viel Aktion und Spiel wird sich der Thematik der Menschenrechte angenähert, Spaß und der Raum für Kreativität stehen dabei im Mittelpunkt.

pexels-photo-296301.jpegEine Besonderheit ist auch die Nachbereitung: Die Kinder sollen in einer an den Workshop anschließenden Stunde jenes Recht, das ihnen am wichtigsten ist, basteln. Die daraus entstehenden Kunstwerke werden im Rahmen eines Kinderrechte-Thementages der Kulturbrücke Fratres am 16. Juni 2018, ab 15 Uhr im Museum Humanum in Fratres präsentiert und ausgestellt.

„Bildung ist eines unserer Steckenpferde“, so Mayer abschließend, „mit der Vermittlung von Kinderrechten wird hier ein weiterer Meilenstein gesetzt.“

Alexander Pointner: Mut zur Klarheit

Nach der gelungenen ersten Ausgabe der Waldviertler Vollmondgespräche mit Erni Mangold am 11. April kehrt die Veranstaltungsreihe am 4. Dezember mit der berührenden Lebensgeschichte des ehemaligen Skisprung-Nationalteam-Trainers Alexander Pointner nach Waidhofen zurück.

Was ist, wenn einem Erfolgstrainer, der gewohnt ist, perfekt zu organisieren, plötzlich jede Handlungsmöglichkeit genommen wird? Alexander Pointner, langjähriger Chefcoach der österreichischen Skispringer, steht nach einem Suizidversuch seiner Tochter vor den Scherben seines Lebens. Gemeinsam mit seiner Frau Angela erzählt er in seinem neuen Buch „Mut zur Klarheit. Woher die Kraft zum Weitermachen kommt“ von den schwierigen 13 Monaten, in denen sie um die Genesung ihrer Tochter ­– leider vergeblich – kämpften. Ein dramatisches Plädoyer für Offenheit, Beistand und Enttabuisierung sowie Entstigmatisierung von Suizid und Depression.

In jedem System, egal ob Firma oder Sportteam, geht es nicht nur um Profit oder Erfolg, sondern auch um die ganz persönliche Leistungsfähigkeit jedes Einzelnen. Krisen bleiben dabei selten aus. Wie man mit solch einer traumatischen Erfahrung, wie dem Verlust seines eigenen Kindes, umgehen kann und woher die Kraft zum Weitermachen kommt, beschreibt Alexander Pointner mit seiner Frau Angela. Einen „Vorgeschmack“ darauf lieferten die beiden bereits beim großen Frühstück bei mir mit Claudia Stöckl auf Ö3 (hier nachhören!).

Tickets (Euro 8,00) zur Veranstaltung können unter office@waldviertelakademie.at oder 02842/537 37 (WALDVIERTEL AKADEMIE) erworben werden.

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(c) http://www.alexanderpointner.at

 

Programm mit vielen Highlights!

Bereits zum 33. Mal gehen die Internationalen Sommergespräche der WALDVIERTEL AKADEMIE in diesem Jahr über die Bühne. Neben nationalen und internationalen Kooperationen und einem spannenden und abwechslungsreichen Programm stehen vor allem auch eine Reihe hochkarätiger Expertinnen und Experten im Mittelpunkt.

„Die Welt von morgen. Europas Werte und unsere Zukunft“ lautet der Titel der Sommergespräche, die von 31. August bis 3. September in Weitra, Gmünd, Pürbach und Pfaffenschlag über die Bühne gehen. Werte & Zukunftsangst, Toleranz und Integration, Populismus und Extremismus, Arbeit und Wirtschaft und vieles mehr sind die zentralen Ansatzpunkte des viertägigen Symposiums, das neben Vorträgen und Diskussionen auch Filme, Exkursionen und einen Kulturabend bietet.

Als neue Veranstaltungsorte können 2017 das kubator Technology & Startup Center in Gmünd sowie die W.E.B Windenergie AG in Pfaffenschlag präsentiert werden. „Wir sind sehr stolz auf unsere vielen Kooperationen und die breite Basis, die wir damit schaffen“, so Geschäftsführer Christoph Mayer. Unter anderem wird auch wieder mit der Donau-Universität Krems, der Andrassy Universität Budapest, erstmals auch mit der Karls-Universität Prag und vielen regionalen Partnern, wie dem Wald4tler Hoftheater, der Schreibwerkstatt Waldviertel und der Neuen Mittelschule Weitra zusammengearbeitet.

Die Besucherinnen und Besucher – erneut werden rund 1000 erwartet – können sich auf viele bekannte Persönlichkeiten freuen. Unter anderem werden die Schriftsteller Robert Menasse und Robert Schindel, die Demokratieforscherin Ulrike Guérot, die Migrationsexpertin Gudrun Biffl, der Politologe Anton Pelinka, der Journalist Friedrich Orter, der Kriminalpsychologe Thomas Müller, der Religionspädagoge Ednan Aslan und viele mehr sprechen. „Wir haben auch 2017 ein sehr spannendes Programm zusammengestellt und freuen uns schon auf intensive Diskussionen“, so Mayer weiter.

Das genaue Programm sowie weitere Informationen zu Kooperationen und Übernachtungsmöglichkeiten finden Sie ab sofort auf www.waldviertelakademie.at.