VR: Neugier & Skepsis sind Wegbegleiter

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Waldviertler Vorlesungen lud die WALDVIERTEL AKADEMIE gemeinsam mit dem Wirtschaftsforum Waldviertel und weiteren Partnern am Dienstag, 19. März zu Hartl Haus nach Echsenbach, um einem spannenden Zukunftsthema auf den Grund zu gehen. Michael Reiner von der IMC FH Krems gab einen interessanten Überblick zu Virtual Reality, Augmented Reality und 360 Grad-Videos.

Reiner zeigte in seinem Vortrag auf, wie Virtual Reality derzeit genutzt wird und welche Problemstellungen und Herausforderungen damit gelöst werden. „Die Systeme gibt es schon seit vierzig oder fünfzig Jahren“, so Reiner, „und VR-Brillen sind mittlerweile ab 30 Euro zu kaufen.“ Vor allem in der Tourismusbranche werde viel mit 360-Grad-Aufnahmen gearbeitet, um den zukünftigen Besuchern einen Einblick in das Urlaubsziel und Regionen zu geben.

Virtual Reality spiele mittlerweile auch im Verkauf und für Unternehmen eine wichtige Rolle. „IKEA und Audi nutzen diese Systeme sehr stark, um aufzuzeigen, wie die zukünftige Einrichtung oder das nächste Auto tatsächlich aussehen“, so Reiner weiter. Auch im medizinischen Bereich (von der Angstbekämpfung bis hin zu Operationen) und in der Physiotherapie werde VR vermehrt eingesetzt. „Da gibt es natürlich auch Horrorszenarien, wo Ärzte bei Operationen überhaupt nicht mehr im Raum sind“, so Reiner weiter, „technisch wird es kaum Grenzen geben, es geht beim Einsatz von Virtual Reality aber auch ganz stark um Ethik. Muss ich alles machen, nur weil es möglich ist? Nein.“

Zum Abschluss präsentierte Reiner sein ‚Herzstück‘, das eVRyLab an der IMC FH Krems. Diese hochmoderne VR-Station wird für das Studium und die Forschung eingesetzt, in Europa existieren nur vier Stück von der über 150.000 Euro teuren Anlage. „Noch ist nicht klar, wohin die Reise von Virtual Reality geht“, so Reiner abschließend.

„Neugier und Skepsis sind unsere Wegbegleiter“, so Philipp Müller, der bei Hartl Haus das Marketing leitet. Er gab im Anschluss an den Reiner-Vortrag einen Einblick in die Virtual Reality-Tätigkeiten von Hartl Haus. Dazu wurde eine VR-Station aufgebaut, die es ermöglichte, durch ein Musterhaus zu spazieren, sich in den Räumen umzusehen und auch die Einrichtung sowie das Wetter und den Lichteinfall zu ändern. „Es geht darum, ein räumliches Verständnis für die Kunden zu schaffen und auch zu zeigen, wie die natürliche und künstliche Beleuchtung zu verschiedenen Tageszeiten aussieht“, so Müller weiter. Derzeit wird Virtual Reality noch nicht für die Kunden angeboten, da die ersten Tests aber sehr zufrieden gelaufen sind, könnte dies in einem Jahr Realität werden. „Die Kundennachfrage ist auf jeden Fall da“, so Müller abschließend.

„Das große Interesse bei dieser äußerst spannenden Veranstaltung zeigt, dass Virtual Reality auch in der Gesellschaft ein Thema ist“, so WALDVIERTEL AKADEMIE-Geschäftsführer Christoph Mayer, „kaum ein Bereich unseres Lebens wird davon nicht betroffen sein. Neben den großartigen Möglichkeiten birgt die Thematik aber auch gewisse Gefahren, die genau im Auge behalten werden müssen.“

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