Sicherheit im Fokus

Mit dem Thema Sicherheit und einem Besuch in der Kuenringer-Kaserne in Weitra gingen die Internationalen Sommergespräche am Sonntag zu Ende. Mit 1.034 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden erstmals über 1.000 Besucher gezählt.

Oberstleutnant Reinhard Bachner, Garnisonskommandant in der Kuenringer-Kaserne, führte das Publikum zunächst in den Aufbau und die Aufgaben der Kaserne ein. Danach stand ein großes Highlight am Programm, die Erklärung des Führungssimulators, ein einzigartiges strategisches Übungselement in Österreich. Seit 2012 ist der Simulator in Weitra stationiert und dient unter anderem zur Vorbereitung einer realen Übung bzw. eines Einsatzes. „Das bedeutet Aus- und Weiterbildung von Entscheidungsträgern“, so Bachner. Die umfangreiche Datenbank ermögliche jedmögliche Szenerie und Einsatzgebiete: „Kein Land der Welt hat modernere technische Möglichkeiten als wir in Weitra“, so Bachner stolz.

Nach einer kleinen Stärkung lud die WALDVIERTEL AKADEMIE zur Sicherheitsmatinee unter dem Titel „Wem können wir noch vertrauen? Wie unsere (Daten-)Sicherheit garantiert wird“. Konstantin Lütgendorf, Kommandant des Truppenübungsplatzes Allentsteig, ging in seinem Eingangsstatement näher auf die Themen Cybersicherheit und Cyberverteidigung ein. Neben der sicherheitstechnischen Betrachtung stellte Lütgendorf aber auch den gesellschaftlichen Aspekt in den Mittelpunkt: „Das Internet ist ein Werkzeug. Wir müssen aber aufpassen, dass wir nicht selbst das Werkzeug von Dritten werden. Jeder ist selbst verantwortlich dafür, was er in das Internet stellt.“ Bewusstseinsbildung sei ein wichtiger Begriff, der auch im Elternhaus, in Schulen und genauso beim Bundesheer vorangetrieben werden müsse.

Hans Zeger von der ARGE-Daten behandelte im Anschluss Datenschutz und die DSGVO. „Diese regelt die Rechte der Menschen in der Informationsgesellschaft, um eben ihre eigenen Grundrechte zu waren“, so Zeger. Er ging aber auch auf die Informations- und Cybersicherheit ein und kritisierte dabei die Bedeutung des Landes Österreich: „Wir haben keine Chance beim Thema Cybersicherheit, wenn wir nicht an den internationalen Netzwerken beteiligt sind.“

So04Die Wichtigkeit der angesprochenen Aspekte zeigte sich auch in der anschließenden Podiums- und Publikumsdiskussion, die engagiert geführt – und auf Einladung der Kuenringer-Kaserne in Weitra – auch noch beim Mittagessen fortgesetzt wurde.

„Ein thematisch passender und erfolgreicher Abschluss der diesjährigen  Internationalen Sommergespräche“, war auch Christoph Mayer mit dem letzten Programmpunkt sehr zufrieden.

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