Fulminanter Auftakt auf Schloss Weitra

Mit dem Vortrag von Mediziner und Theologe Johannes Huber feierten die 34. Internationalen Sommergespräche am Donnerstag auf Schloss Weitra einen gelungen Auftakt.

Bürgermeister Raimund Fuchs und WALDVIERTEL AKADEMIE-Vorsitzender Ernst Wurz betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des Diskussionsforums in Weitra und gaben einen ersten Ein- und Ausblick auf die kommende Tagung.  „Woran glauben wir noch? Unsere Sehnsucht nach Wahrheit, Vertrauen und Sicherheit“ ist der Titel der diesjährigen Sommergespräche. Die Wichtigkeit dieser Thematik für unser gesellschaftliches und persönliches Leben sprachen auch die beiden Kuratoren Eva Pfisterer und Reinhard Linke an.

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Über 300 Interessierte nahmen an der Eröffnung der Sommergespräche auf Schloss Weitra teil.

Vor über 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab Johannes Huber dann einen ersten Einblick in das Sommergespräche-Thema. „Was sollen wir noch glauben? Was geschah mit Gott im 20. Jahrhundert“ stand im Mittelpunkt seiner Ausführungen, die erneut – wie schon 2011 zu „Gene sind kein Schicksal“ begeisterten. „Dass trotzdem viele Akteure auch in den Tagen der triumphierenden Aufklärung sich Ausflüge über die Grenzen des cerebral Feststellbaren erlauben, ist bemerkenswert“, so Huber, „ähnlich bemerkenswert ist es, dass die mechanistische Physik, die seit Newton ein Weltbild predigte, in dem man ohne Glauben auch wissenschaftlich auskommen konnte, durch die spekulative Physik des 20. Jahrhunderts abgelöst wurde, die selbst in Gebieten der Naturforschung Areale entdeckt, die unsere Zeit-Raum adjustierten Gehirne übersteigen. Das ist und soll kein Gottesbeweis sein, macht es aber intellektuell redlich, wenn Menschen sinnstiftende Fragen mit einer gläubigen Haltung beantworten.“ Religion, Philosophie, Gott, Wissenschaft, Konsum und Glaube – Huber zog mit seinem Referat einen breiten Bogen und gab so den Startschuss für spannende Gespräche und Diskussionen in Weitra.

Eroeffnung02Nach der offiziellen Eröffnung durch Landesrat Ludwig Schleritzko, der ebenso die Bedeutung der WALDVIERTEL AKADEMIE für die Region und das Land Niederösterreich, hervorhob, fand ein spannender Abend seinen würdigen Abschluss bei einem Glas Wein und intensiven Austausch der Referenten und Besucher.

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