Die Welt zwischen Fakt und Fake

Im Rahmen des Jahresschwerpunktes „Woran glauben wir noch? Unsere Sehnsucht nach Wahrheit, Vertrauen und Sicherheit“ lud die WALDVIERTEL AKADEMIE in Kooperation mit der Donau-Universität Krems am 17. Mai in die Raiffeisenbank Zwettl zur Buchpräsentation „Wirklich wahr! Die Welt zwischen Fakt und Fake“ mit Autor Simon Hadler.

Hadler, selbst Journalist und seit 1999 bei ORF.at tätig, publizierte 2015 das Buch „Faktencheck Asyl“. Bei der Recherche dafür befasste er sich immer intensiver mit dem Thema „Fake News“, sodass „Wirklich wahr! Die Welt zwischen Fakt und Fake“ für ihn die logische Fortsetzung war. „Ich hatte das Gefühlt, mit dieser Thematik noch nicht fertig zu sein“, so Hadler.

In einem interessanten, spannenden und unterhaltsamen Vortrag stellte Hadler sein Buch und die Inhalte vor. Dabei standen nicht nur Fake News, Alernative Facts und Donald Trump im Mittelpunkt, sondern auch einige der wunderbar gestalteten Statistiken. „Fake News – allerdings unter anderen Begriffen – gibt es schon lange“, so Hadler, „Trump hat den Begriff allerdings in Mode gebracht. Er behauptet sogar, den Begriff erfunden zu haben.“ Das sei allerdings nur eine der vielen öffentlichen Lügen des amerikanischen Präsidenten. „Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Trump sechs Mal täglich öffentliche Lügen erzählt.“ Über Trump führten Hadlers Aussagen auch zu den Medien, die in Zeiten wirtschaftlichen Drucks oftmals Effekt-Hascherei und reißerische Schlagzeilen anstelle von Fakten in den Mittelpunkt stellen. Gleichzeitig plädierte Hadler dafür, die Gesellschaft zu kritischen Leserinnen und Lesern zu erziehen. „Ich fordere ein verpflichtendes Fach Medienkunde“, sieht der Autor auch einen Ausweg. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, so Hadler, „Fake News ist kein Problem, das wir kurzfristig lösen können.“

Fakten und Statistiken seien hart und biegsam zugleich, logisch und absurd, sinnstiftend und sinnlos. Dies zeigte Hadler auch anhand einiger Beispiele aus dem Buch auf. Raucherstatistiken, Medienförderung und vieles mehr waren Themen, die in der anschließenden Diskussion auch vom Publikum angesprochen wurden und so für einen interessanten Abschluss eines gelungenen Abends sorgten.

„Wir brauchen kritische Leserinnen und Leser, aber natürlich auch Eigenverantwortung in der Gesellschaft, um Schlagzeilen zu überprüfen und die Wahrheit von Behauptungen zu unterscheiden“, so Geschäftsführer Christoph Mayer, „Dank Simon Hadler war auch diese Veranstaltung war ein Schritt in diese Richtung.“

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