Wir brauchen neue Denkmuster!

In Kooperation mit der Donau-Universität Krems lud die WALDVIERTEL AKADEMIE am 10. November 2017 zum Vortrag “Dann stecken wir doch die Köpfe zusammen” in das BG/BRG Gmünd. Dabei standen Komplexe System und das Lösen von Herausforderungen im Mittelpunkt der Ausführungen von Kay Mühlmann.

„Wenn Sie heute vom Wort ‚komplex’ träumen, würde mich das nicht wundern“, verwies Mühlmann gleich zu Beginn auf die Häufigkeit der Verwendung des Wortes in seinem Vortrag hin, „aber es ist eben alles mehr als nur die Summe der Teile. Jeder von uns sieht nur einen Teil und kommt zu ganz anderen Schlussfolgerungen. Es geht um die Kommunikation, die über die Grenzen hinausgeht.“

Mühlmann sprach über komplexe Probleme, die über eine Vielzahl von änderbaren Faktoren verfügen und somit auch nicht mit einfachen logischen Lösung klärbar seien. Als Beispiele dafür führte er die Ernährungssicherheit, Migration, Klimawandel und die Ressourcenknappheit an. „Die Herausforderungen bei diesen Themen haben unterschiedliche Gesichter“, so Mühlmann, „und werden uns in den nächsten Jahrzehnten intensiv beschäftigen. Wir werden sie auch lösen müssen, damit unsere eigene Lebenswelt nicht aus den Angeln geworfen wird.“

„Es gibt keine singuläre Entwicklung“, so Mühlmann, „ein System entwickelt sich mit seiner Umwelt weiter. Ein System kann seine Dynamik auch von Grund auf ändern.“ Massenpanik sei ein Beispiel für den Wechsel eines Zustands: „Hier kommt es zur Änderung von Systemregeln.“

In weiterer Folge klärte Mühlmann über seine Forschungsinhalte auf. „Es geht um die wissenschaftsbasierte Untersuchung und Lösung von komplexen ‚real world’-Problemen. Mit dem Ziel der Entwicklung von nachhaltigen und machbaren Lösungen. Wir müssen voneinander lernen, uns gemeinsam an einen Tisch setzen und versuchen, neue Denkmuster zu schaffen.“ Der Wissenschafter konnte hier auch bereits einige umgesetzte Lösungsansätze präsentieren, wie zum Beispiel die Züchtung einer bestimmten Fliegenart („Soldatenfliege“), die in Afrika für leistbare Tierfutterproduktion sorgt. „Es ist die Geschichte der Fliege und wie sie Welt retten könnte“, so Mühlmann zum Abschluss eines sehr interessanten und spannenden Abends.

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