Müssen Flucht nach vorne antreten!

Unter dem Titel “Die neue Welt des Arbeitens. Herausforderungen auf dem Weg zum Unternehmen der nächsten Generation” lud die WALDVIERTEL AKADEMIE am 26. April in Kooperation mit der IMC FH Krems, der Donau-Universität Krems, dem Wirtschaftsforum Waldviertel und der Stadtgemeinde Zwettl in den Sparkassensaal zu einer spannenden Diskussion mit dem langjährigen Industriemanager Michael Bartz.

Der Einladung waren nicht nur Interessierte, sondern auch viele Vertreter heimischer Firmen gefolgt, auch Wirtschaftskammer-Obmann Dieter Holzer ließ sich den Abend nicht entgehen. Waldviertler Sparkasse-Vorstandsdirektor Michael Hag ging in seinen Grußworten bereits auf das Thema ein: “Vor allem in der Finanzbrache hat es auch aufgrund der Digitalisierung in den letzten fünf Jahren einen starken Wandel gegeben. Flexibilisierung der Arbeit ist ein sehr wichtiges Thema.”

Bartz, Professor an der IMC FH Krems und langjähriger Industriemanager unter anderem bei Philips und Microsoft, stellte gleich zu Beginn klar: “Digitalisierung und Globalisierung gehen Hand in Hand. Wir stehen erst am Anfang eines beschleunigten Entwicklungszykluses, in Asien nutzen nur 50 Prozent der Bevölkerung das Internet.”

Um zu einem “Unternehmen der nächsten Generation” zu werden, müssen die Betriebe auf fünf Entwicklungen der Arbeitswelt eingestellt werden: Komplexe Ökosysteme lösen die lineare Wertschöpfung ab, Arbeitsverhältnisse werden flexibler (“Die jüngere Generation denkt multidimensionaler, die klassische Vollzeitbeschäftigung weicht verschiedenen anderen Formen.”), traditionelle Organisationsstrukturen lösen sich auf (“Revolution und Evolution in der Organisation”), Arbeit als Bezeichnung eines Ortes verliert an Bedeutung und Arbeitsstile verändern sich in allen Generationen. “Alle Altersgruppen sind Experten bei digitalen Medien, der Zugang dazu hat sich vollständig demokratisiert”, so Bartz.

Die finanziellen Vorteile von Unternehmen der nächsten Generation seien nicht von der Hand zu weisen. “Facility- und Reisekosten singen, die Mitarbeiterzufriedenheit und das Umsatzwachstum steigen, Krankenstände und Fluktuation gehen zurück”, so Bartz.

Im Anschluss an seine Ausführungen nutzte das Publikum die Möglichkeit, in eine intensive Diskussion mit dem Referenten zu treten. “Wir haben einen grundlegenden Wandel an allen Dimensionen vor uns. Die genannten Herausforderungen können nur interdisziplinär gelöst werden. Eine Transformation zu einem Unternehmen der nächsten Generation kann nur langfristig geschehen”, so Bartz, der auch auf die Beispiele Erste Bank (drei Jahre Vorbereitungszeit) und Arbeiterkammer Niederösterreich (vier Jahre) hinwies. “Die Chance ist groß, solche Firmen auch ins Waldviertel zu bringen, die Flexibilität bringt das mit sich”, so Bartz, der auch klarmachte: “Es gibt nur eine Chance, die der Qualifikation. In unserer Gesellschaft gibt es dazu keine Alternative. Wir müssen die Flucht nach vorne antreten.”

Ernst Wurz, Vorsitzender der WALDVIERTEL AKADEMIE freute sich über einen gelungenen Abend: “Bartz hat uns sehr pointiert die Herausforderungen und Chancen für Unternehmen der nächsten Generation aufgezeigt und gab auch Anregungen, wie solche Unternehmen neu angesiedelt werden können.”

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