Erni Mangold: „Fad ist mir nie!“

Was für ein Auftakt für das neu konzipierte Veranstaltungsformat der WALDVIERTEL AKADEMIE: Zu den ersten Waldviertler Vollmondgesprächen am 11. April waren fast 300 Personen gekommen, die den humorvollen Ausführungen der Schauspielerin Erni Mangold lauschten.

Der Mond strahlte hell am Himmel als sich der Waidhofner Stadtsaal füllte. Mit ihrem neuen Format, den Waldviertler Vollmondgesprächen, hat die WALDVIERTEL AKADEMIE erneut den Nerv der Zeit getroffen. Persönlichkeiten aus dem deutschsprachigen Raum erzählen bei dieser Serie aus ihrem Leben, den Beginn machte Erni Mangold. Mangold, 1927 geboren, präsentierte sich auf der Bühne von ihrer besten Seite. Gemeinsam mit Doris Priesching, die das Buch „Lassen Sie mich in Ruhe“ zu Papier gebracht hat, entwickelte sich ein interessantes, informationsreiches Bühnengespräch, das auch für viele Lacher sorgte.

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Vorstandsmitglied Gerhard Proißl begrüßte die zahlreich gekommenen Gäste

„Wir sind sehr stolz auf dieses Buch“, so Priesching zur Tatsache, dass soeben die siebente Auflage erschienen ist – und das obwohl man zunächst lange keinen Verlag gefunden hätte. Mangold hatte dazu aber ihre eigene Ansicht: „Ich finde es merkwürdig, dass man stolz ist.“  Die Schauspielerin erzählte in weiterer Folge auch über ihre Liebe zum Waldviertel: „Ich habe nicht eine Sekunde gebraucht, um mich hier wohl zu finden – und die Ködn hob i gern.“ Auch auf ihren Gesundheitszustand und ihre Fitness angesprochen, hatte Mangold die richtige Antwort parat. „Die Gene sind das nicht. Ich mache zwei Mal in der Woche 1,5 Stunden Krafttraining. Ich gehe kaum zur Kosmetik, aber meine Muskeln liebe ich.“ Angesprochen auf ihre geistige Fitness meinte Erni Mangold: „Ich bin neugierig. Ich bin ein Mensch der nach vorne lebt und ich interessiere mich für alles.“

Derzeit steht Mangold noch bis Jahresende im Stück „Harold und Maude“ im Theater in der Josefstadt in Wien auf der Bühne – danach soll aber Schluss sein. „Am 12.12. mache ich die Tür zu und trete nie wieder im Theater auf“, so Mangold, die aber gleich relativierte: „Film und Fernsehen mach ich schon, das sind nur cirka 12 Stunden Arbeit am Tag und nur fünf bis sechs Tage, das stehe ich locker durch.“

DSC_0009Mangold beeindruckte das zahlreich gekommene Publikum mit ihrer Direkt- und Offenheit und ihren humorvollen Erzählungen, ihre Sexszenen in „Der letzte Tanz“ und „Der 101jährige, der die Rechnung nicht bezahlte und verschwand“ durften dabei nicht fehlen. Zu ihrem Job als Schauspielerin hat Mangold aber dennoch eine sehr kritische Ansicht: „Es hat sich sehr viel geändert, der Job ist nicht mehr anstrebenswert, es gibt viele, die auf der Straße stehen.“

Auch die Themen Gründonnerstag und Vollmond durften nicht fehlen. Angesprochen auf die Frage, ob Mangold in der Karwoche auch die gleichnamige Speise zu sich nehmen wird, antwortete sie: „Ich bin ja einer der bekanntesten Schauspielerinnen, weil ich stehe in jedem Duden.“  „Bei Vollmond werde ich aber nervös“, so Mangold, die zum Schluss auch feststellte: „Fad ist mir nie!“

DSC_0014Zum Abschluss nutzten die vielen Interessierten noch die Möglichkeit ein signiertes Buch und Fotos mit der Schauspielerin zu erhaschen. Christoph Mayer, Geschäftsführer der WALDVIERTEL AKADEMIE, der auch das Konzept der Vollmondgespräche entwickelte: „Wir haben mit dieser Schiene einen weiteren und neuen Höhepunkt im Veranstaltungsjahr geschaffen und freuen uns schon auf die zweite Ausgabe im Herbst.“

Ein großes Dankeschön geht auch an die Partner und Unterstützer dieses Abends: Donau-Universität Krems, Stadtgemeinde Waidhofen/Thaya, Waldviertler Sparkasse Bank AG und Lagerhaus Waidhofen/Thaya.

 

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